Voestalpine Aktie: Rekordauftrag stützt Trend
Voestalpine meldet den größten Einzelauftrag in der Geschichte ihrer Lagertechnik-Sparte: Ein Logistikzentrum für Sportartikel in Istanbul mit einem Volumen von rund 41 Millionen Euro. Die Order fällt in eine Phase deutlich verbesserter Kennzahlen und eines stark gestiegenen Aktienkurses. Wie gut passt der Rekordauftrag in das aktuelle Bild des Konzerns?
- Rekordauftrag über rund 41 Mio. Euro in der Lagertechnik
- Projektfertigstellung in Istanbul bis April 2027 geplant
- Metal Forming Division als Profiteur
- Gewinn und Bilanzkennzahlen im Halbjahr verbessert
- Aktie über 120 % höher als vor zwölf Monaten
Rekordprojekt in Istanbul
Der neue Auftrag kommt von einem führenden türkischen Logistikdienstleister, der in Istanbul ein modernes Logistikzentrum für Sportartikel errichten lässt.
Voestalpine liefert dafür ein Hochregallager und ein automatisiertes Kleinteilelager („Miniload“). Mit knapp 40 Metern Höhe, 222 Metern Länge und 86 Metern Breite entsteht eine der größeren und effizienteren Lagerlösungen in der Metropolregion. Die Fertigstellung ist für April 2027 vorgesehen.
Der Auftrag wird in der Metal Forming Division verbucht. Diese Sparte erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro und ein EBITDA von 169,3 Millionen Euro. CEO Herbert Eibensteiner ordnet die Order als Beleg für die starke weltweite Nachfrage nach hochwertigen Lagersystemen und die technologische Positionierung des Konzerns ein.
Weitere Projekte und US-Ausbau
Der Auftrag aus der Türkei steht nicht allein, sondern reiht sich in eine Serie internationaler Referenzen ein.
In den Niederlanden wurden kürzlich zwei 45 Meter hohe Hochregallager für das Distributionszentrum des Möbelhändlers JYSK fertiggestellt. In Großbritannien setzt Voestalpine aktuell ein vollautomatisiertes Palettenregalsystem mit 30 Metern Höhe für ein Einzelhandelsunternehmen um.
Parallel treibt der Konzern die Präsenz in den USA voran. Im Geschäftsjahr 2024/25 entstand in Kentucky ein speziell konzipierter Produktionsstandort, um die steigende Nachfrage in den Vereinigten Staaten abzudecken. Dieser Standort wird im laufenden Geschäftsjahr mit zusätzlichen Anlagen ausgebaut.
Fundament: Solide Halbjahreszahlen
Der Rekordauftrag trifft auf eine robuste Ausgangslage. Im ersten Halbjahr 2025/26 (April bis September 2025) legte der Gewinn nach Steuern auf 198,6 Millionen Euro zu, ein Plus von 8,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig verbesserte sich die Gearing-Ratio deutlich von 27,5 % auf 19,5 %. Die Nettoverschuldung sank auf 1,47 Milliarden Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit rund zehn Jahren. Der Vorstand bekräftigte auf dieser Basis die EBITDA-Prognose von 1,40 bis 1,55 Milliarden Euro für das laufende Geschäftsjahr 2025/26.
Aktie nach starker Rally
Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich erholt. Vom Jahrestief bei 16,71 Euro im Januar 2025 hat sich der Kurs bis heute auf 39,60 Euro mehr als verdoppelt – ein Zuwachs von über 120 %. Seit Jahresbeginn liegt das Papier rund 4,8 % im Plus.
Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt mit 39,92 Euro in unmittelbarer Nähe des aktuellen Kurses. Von 13 Analysten sprechen acht eine Kaufempfehlung aus, fünf raten zum Halten. Verkaufsempfehlungen liegen derzeit nicht vor.
Konkrete Termine im Blick
Die nächsten Zahlen könnten zeigen, wie sich Großaufträge wie das Projekt in Istanbul in der Ergebnisentwicklung niederschlagen. Am 11. Februar 2026 legt Voestalpine die Q3-Zahlen 2025/26 vor. Der Jahresbericht zum Geschäftsjahr 2025/26 folgt am 3. Juni 2026, die Hauptversammlung ist für den 1. Juli 2026 geplant.
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