Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will seine 2023er Wandelanleihe um bis zu 35 Millionen Euro erweitern. Die am Montag per Ad-hoc-Meldung kommunizierte Kapitalmaßnahme richtet sich an institutionelle Investoren und könnte bereits in der zweiten Märzhälfte vollzogen werden. Bezugsrechte für Aktionäre sind ausgeschlossen.

Solide Basis trotz Umsatzrückgang

Die Aufstockung erfolgt aus einer Position der Stärke heraus. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 sank der Umsatz zwar um 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis entwickelte sich jedoch deutlich besser: Das EBIT kletterte um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern stieg sogar um 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro.

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Besonders bemerkenswert ist der Schuldenabbau. Die Nettoverschuldung fiel um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro – der niedrigste Stand seit Jahren. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 26,2 auf 18,7 Prozent. Gleichzeitig investiert der Konzern weiter: 1,5 Milliarden Euro fließen in die Dekarbonisierung durch das Projekt "greentec steel".

CBAM verschafft Rückenwind

Seit Jahresbeginn profitiert Voestalpine vom neuen EU-Grenzausgleichsmechanismus CBAM. Der Mechanismus verteuert Stahlimporte aus Drittländern und mindert den Preisdruck auf europäische Produzenten. Die EU plant zudem Nachfolgeregeln für auslaufende Schutzmaßnahmen, deren Inkrafttreten für den Sommer erwartet wird.

Wandlung über eigene Aktien

Für mögliche Wandlungsrechte aus der erweiterten Anleihe hält Voestalpine 7,1 Millionen eigene Aktien bereit – 3,98 Prozent des Grundkapitals. Zur Bedienung aller potenziellen Wandlungen wären rund 7,04 Millionen Stück nötig. Der Nennbetrag der Wandelanleihe würde sich durch die Aufstockung auf 285 Millionen Euro erhöhen.

Das Management bestätigte die Jahresprognose von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro EBITDA. Ab diesem Geschäftsjahr gilt eine neue Dividendenpolitik: 30 Prozent des Gewinns je Aktie werden ausgeschüttet, sofern das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA nach Dividende unter 2,0 bleibt. Die Mindestdividende beträgt 0,40 Euro je Aktie.

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