Visa baut sein Ökosystem aus und positioniert sich zunehmend als Infrastruktur-Anbieter für moderne Finanzdienstleistungen. Gleich mehrere Partnerschaften zeigen, wie der Zahlungsriese neue Geschäftsfelder erschließt – von europäischer E-Rechnungsstellung bis zu Stablecoin-Zahlungen.

Europäisches E-Invoicing-Geschäft im Visier

Am gestrigen Mittwoch gab Banqup SA aus Belgien eine strategische Partnerschaft mit Visa bekannt. Die Zusammenarbeit kombiniert Banqups Plattform für digitale Geschäftsverwaltung mit Visas Zahlungslösungen, darunter Visa Direct und virtuelle Firmenkreditkarten. Banqup wird als Hauptaussteller virtuelle Karten anbieten, die es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, ihre Zahlungsziele zu verlängern, während Lieferanten sofort ihr Geld erhalten.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die EU-Mehrwertsteuerreform "VAT in the Digital Age" wird bis 2028 E-Rechnungsstellung und digitale Echtzeitberichterstattung in den meisten europäischen Volkswirtschaften verpflichtend machen. Betroffen sind über 26 Millionen KMU. Visa unterstützt Banqups Marktstrategie durch Beratung und gemeinsame Marketinginitiativen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Visa?

Stablecoin-Zahlungen für drei Milliarden Karten

Parallel dazu kündigte Wirex, ein globaler Krypto-Kartenaussteller und Banking-as-a-Service-Anbieter, die Einführung von "Stablecoin Push-to-Card" an – ebenfalls powered by Visa Direct. Über Wirex-APIs können Partner nun Stablecoin-finanzierte Auszahlungen direkt auf über drei Milliarden berechtigte Karten in mehr als 200 Ländern und Territorien senden.

Die Lösung verspricht Lieferzeiten von unter 30 Sekunden und funktioniert rund um die Uhr. Anders als traditionelle Überweisungen benötigen Empfänger lediglich ihre Kartennummer – keine IBAN, kein SWIFT. Besonders für Unternehmen mit internationalen Auftragnehmern und Lieferantennetzwerken könnte das interessant werden.

Datensicherheit für Banken

Weniger spektakulär, aber für Visas B2B-Geschäft relevant: comforte AG und ITSS Global entwickelten gemeinsam eine Datenschutzlösung für Banken, die Temenos Transact nutzen. Die Integration verwendet unter anderem Visas Technologie, um sensible Zahlungsdaten zu schützen – ein Thema, das angesichts steigender Compliance-Anforderungen wie PCI DSS 4.0 an Bedeutung gewinnt.

Visa verfügt über eine Marktkapitalisierung von 608,53 Milliarden Dollar und weist eine beeindruckende Bruttomarge von 97,78 Prozent auf. Das Umsatzwachstum lag in den letzten zwölf Monaten bei 12,47 Prozent. Die jüngsten Partnerschaften zeigen, wie Visa seine dominante Marktposition nutzt, um sich in Zukunftsmärkten zu verankern – sei es bei regulatorisch getriebenen Geschäftsmodellen in Europa oder bei Krypto-basierten Zahlungsströmen.

Visa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Visa-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Visa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Visa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Visa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...