Trotz hoher Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten verzeichnet Visa solides Umsatzwachstum und kündigt ein umfangreiches Rückkaufprogramm an. Kann die Aktie davon profitieren?

Visa steht vor einem Spagat: Einerseits belastet eine Milliardenzahlung aus Rechtsstreitigkeiten die Bilanz, andererseits sprudeln die Einnahmen weiter. Als Sahnehäubchen gibt es jetzt ein gigantisches Aktienrückkaufprogramm – doch reicht das, um die Aktie nach der Zahlenvorlage vom 29. April anzutreiben?

Im zweiten Geschäftsquartal 2025 steigerte der Kreditkartenriese seinen Nettoumsatz um neun Prozent auf 9,6 Milliarden US-Dollar (währungsbereinigt +11%). Damit wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 9,55 Milliarden Dollar leicht übertroffen. Beim Ergebnis je Aktie zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild: Der GAAP-Gewinn stagnierte nahezu bei 2,32 Dollar (+1%), was vor allem an einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von einer Milliarde Dollar lag. Klammert man diesen Sondereffekt aus (Non-GAAP), ergibt sich ein solider Anstieg von zehn Prozent auf 2,76 Dollar je Aktie.

Die operativen Kennzahlen deuten auf ein weiterhin robustes Geschäft hin: Das Zahlungsvolumen kletterte um acht Prozent, grenzüberschreitende Transaktionen (ohne innereuropäische) legten um 13 Prozent zu und die Anzahl der abgewickelten Transaktionen stieg um neun Prozent (jeweils währungsbereinigt). Die operative Stärke nutzte das Unternehmen, um Aktionäre großzügig zu bedenken: Allein im abgelaufenen Quartal flossen 4,47 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe und 1,16 Milliarden Dollar an Dividenden.

Was bedeutet das für die Zukunft?

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Richtig spannend wurde es aber erst mit der Ankündigung eines neuen, mehrjährigen Aktienrückkaufprogramms im Volumen von satten 30 Milliarden US-Dollar. Das ist ein klares Signal des Managements, dass man trotz der Belastungen sehr zuversichtlich in die Zukunft blickt. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie nach den Zahlen und der Ankündigung zunächst um 1,19% auf 345,21 Dollar zu.

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2025 bleibt optimistisch: Visa rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Betriebskosten sollen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich zulegen, während für den Gewinn je Aktie ein Anstieg im niedrigen Zehnerbereich erwartet wird (jeweils bereinigt und auf konstanter Dollarbasis).

Die zentrale Frage bleibt: Wie stark wiegt die Milliardenlast aus den Rechtsstreitigkeiten im Vergleich zum laufenden Geschäftswachstum und dem massiven Aktienrückkauf? Die kommenden Quartale werden zeigen, müssen ob Visa den Spagat zwischen Altlasten und starkem operativem Geschäft meistert.

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