Verbio startet mit deutlichem Rückenwind ins Börsenjahr 2026. Nach einem schwierigen Vorjahr nimmt die Aktie wieder Fahrt auf – getragen von der Rückkehr in den SDAX und der Hoffnung auf eine operative Wende. Entscheidend wird nun, ob der jüngste Ausbruch mehr ist als nur ein kurzer Höhenflug.

Dynamischer Start und markante Marken

Am ersten Handelstag 2026 legte die Verbio-Aktie auf Xetra um rund 4,9 % zu und schloss bei 22,24 Euro. Damit markierte der Titel zugleich ein neues 52‑Wochen-Hoch und hat sich deutlich von den Tiefständen des vergangenen Jahres entfernt: Vom 52‑Wochen-Tief bei 7,82 Euro trennen den Kurs inzwischen mehr als 180 %.

Auch im kurzfristigen Zeitfenster zeigt sich die Stärke:

  • Wochenperformance: +31,60 %
  • 30‑Tage-Performance: +17,98 %
  • 12‑Monats-Performance: +82,59 %
  • 52‑Wochen-Hoch: 22,24 Euro (Abstand: 0,00 %)
  • 52‑Wochen-Tief: 7,82 Euro

Der Kurs liegt zudem klar über den relevanten gleitenden Durchschnitten. Gegenüber dem 50‑Tage-Durchschnitt von 17,89 Euro ergibt sich ein Aufschlag von gut 24 %, zum 200‑Tage-Durchschnitt von 12,76 Euro sind es sogar rund 74 %. Das unterstreicht den etablierten Aufwärtstrend – aber auch die bereits gelaufene Bewegung.

Technisches Bild: Trend bestätigt, Übertreibung möglich

Charttechnisch hat die Aktie mehrere Hürden hinter sich gelassen. Die lange umkämpfte Zone um 20 Euro wurde überwunden, der Ausbruch über 22 Euro festigt den seit Herbst 2025 laufenden Erholungstrend.

Wichtige technische Eckdaten:

  • Schlusskurs: 22,24 Euro
  • Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt: +24,29 %
  • Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt: +74,29 %
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 81,64 %
  • RSI (14 Tage): 29,3

Der deutliche Abstand zu den Durchschnittslinien signalisiert ein starkes Momentum, der hohe Volatilitätswert unterstreicht die Schwankungsintensität des Titels. Auffällig ist der Relative-Stärke-Index: Mit 29,3 liegt er im Bereich, der häufig als überverkauft interpretiert wird. Im Zusammenspiel mit dem frischen Hoch deutet das eher auf eine technisch anspruchsvolle Lage hin, in der Rücksetzer nicht überraschen würden.

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Für den mittelfristigen Trend bleibt die Zone um 20 Euro eine zentrale Unterstützung. Solange diese Marke hält, spricht das technische Bild für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends – Zwischenkorrekturen eingeschlossen.

SDAX-Rückkehr als Kurstreiber

Ein wesentlicher Impuls kommt von der seit dem 22. Dezember 2025 wirksamen Rückkehr in den SDAX. Die Wiederaufnahme in den Auswahlindex führt typischerweise zu:

  • automatischen Käufen durch indexorientierte Fonds und ETFs,
  • höherer Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren,
  • einer stabileren Nachfragebasis im Handel.

Das gestiegene Handelsvolumen zum Jahresauftakt passt in dieses Bild. Nach einer Phase, in der Biokraftstoffwerte unter politischen Unsicherheiten litten, rücken bei Verbio wieder stärker die Ertragsaussichten in den Vordergrund. Der Markt honoriert damit die Erwartung, dass sich das operative Umfeld nach dem schwachen Fiskaljahr 2024/25 verbessert.

Blick nach vorn: Quartalszahlen als Bewährungsprobe

Die aktuelle Kursstärke ist nicht nur technisch getrieben, sondern auch von klaren Erwartungen an die Fundamentaldaten begleitet. Am 12. Februar 2026 legt Verbio die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Dann zeigt sich, ob die erhoffte Margenerholung trägt.

Der Vorstand um CEO Claus Sauter hat für das Gesamtjahr ein EBITDA im hohen zweistelligen Millionenbereich in Aussicht gestellt. Die kommenden Quartalszahlen gelten als wichtiger Zwischenschritt: Bestätigen sie den eingeschlagenen Kurs oder deuten sie auf Verzögerungen hin?

Für die Aktie bedeutet das: Der starke Jahresauftakt schafft eine positive Ausgangslage, erhöht aber zugleich die Fallhöhe. Gelingt es Verbio am 12. Februar, die Prognose zu unterfüttern oder zu übertreffen, kann der etablierte Aufwärtstrend zusätzlichen Schub erhalten. Verfehlen die Kennzahlen hingegen die Erwartungen, dürfte der Bereich um 20 Euro als erste Bewährungsprobe für die neu gewonnene Stärke dienen.

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