Der französische Impfstoffhersteller zieht die Reißleine in den USA: Die Zulassungsanträge für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ wurden offiziell zurückgezogen. Doch statt eines panischen Abverkaufs zeigt sich das Papier relativ stabil. Der Grund liegt in einer strategischen Neuausrichtung und einem neuen Hoffnungsträger, der das US-Geschäft mit dem Tropenimpfstoff in den Schatten stellen könnte.

FDA zieht die Bremse

Am 19. Januar 2026 gab Valneva bekannt, sowohl die Lizenzierung (BLA) als auch den Antrag für klinische Prüfungen (IND) in den Vereinigten Staaten zurückzunehmen. Dieser Schritt war absehbar, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA die Lizenz bereits im August 2025 wegen Sicherheitsbedenken suspendiert hatte.

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Die Situation verschärfte sich zuletzt durch einen neuen, schwerwiegenden Nebenwirkungsfall außerhalb der USA, der in plausiblem Zusammenhang mit der Impfung steht. Die FDA reagierte mit einem klinischen Stopp für alle weiteren Studien. Damit ist der Weg zur Standardzulassung, der zwingend bestätigende Studien erfordert, vorerst blockiert.

Die Faktenlage im Überblick:
* Rückzug: Alle US-Zulassungsanträge für IXCHIQ wurden gestoppt.
* Hintergrund: Sicherheitsbedenken und ein neuer Nebenwirkungsfall.
* Ausnahmen: Zulassungen in Europa, Kanada und Brasilien bleiben unberührt.
* Konsequenz: Keine aktiven Studien mit IXCHIQ in den USA.

Blick richtet sich auf Lyme-Borreliose

Dass die Aktie trotz dieser Nachrichten mit aktuell 4,27 Euro weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres notiert, liegt am zweiten heißen Eisen im Feuer: dem Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Investoren scheinen das Kapitel IXCHIQ in den USA abzuhaken und fokussieren sich auf die Partnerschaft mit Pfizer.

Das Marktpotenzial für einen Lyme-Impfstoff wird global auf über eine Milliarde Dollar geschätzt. Allein in den USA und Europa leben über 300 Millionen Menschen in Risikogebieten. CEO Thomas Lingelbach bezeichnet die anstehenden Daten als potenziell transformativ für den Konzern.

Solide Finanzbasis stützt den Kurs

Trotz des regulatorischen Gegenwinds steht das Unternehmen finanziell gefestigter da als noch vor einem Jahr. Die erfolgreiche Refinanzierung der Schulden hat das Vertrauen der Marktteilnehmer gestärkt, was sich im Kursverlauf widerspiegelt: Auf 12-Monats-Sicht verzeichnet das Papier ein Plus von gut 95 Prozent. Auch kurzfristig hält der Aufwärtstrend mit einem Anstieg von rund 17 Prozent in den letzten 30 Tagen an.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 prognostiziert Valneva Gesamtumsätze zwischen 165 und 180 Millionen Euro. Das kommerzielle Geschäft, gestützt durch die etablierten Reiseimpfstoffe gegen Japanische Enzephalitis und Cholera, soll dabei einen positiven Cashflow generieren.

Entscheidende Daten im ersten Halbjahr

Die Valneva-Aktie bleibt eine Wette auf die Pipeline-Exekution. Während der US-Markt für IXCHIQ wegfällt, hängt die mittelfristige Bewertung nun fast ausschließlich an den Phase-3-Daten des Lyme-Programms. Diese werden noch im ersten Halbjahr 2026 erwartet und dürften die Richtung der Aktie maßgeblich bestimmen. Fallen die Ergebnisse positiv aus, dürfte der Rückschlag beim Chikungunya-Impfstoff schnell in den Hintergrund treten.

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