Nach dem heftigen Kurseinbruch infolge der enttäuschenden VALOR-Studiendaten tritt Valneva beim 26. World Vaccine Congress in Washington auf — und bringt erstmals echte Felddaten mit. Mehr als 12.000 Menschen wurden bereits im Rahmen einer Pilot-Impfkampagne in Brasilien mit dem Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ® geimpft. Der Kongress bietet dem Unternehmen eine seltene Gelegenheit, das Vertrauen in seine kommerzielle Pipeline mit konkreten Zahlen zu untermauern.

IXCHIQ® im Praxistest

Am 1. April präsentiert Susanne Eder-Lingelbach, Vice President Clinical Development, auf dem Kongress Phase-IV- und Real-World-Evidence-Daten zu IXCHIQ®. Die Grundlage liefert die laufende Pilotkampagne in Brasilien, die Valneva gemeinsam mit Partner Instituto Butantan gestartet hat. Ziel ist die Evaluation von Wirksamkeit und Sicherheit unter realen Bedingungen — als Basis für Post-Marketing-Studien.

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Das epidemiologische Umfeld stützt den Bedarf: Chikungunya wurde in über 110 Ländern nachgewiesen, allein in den Amerikas wurden zwischen 2013 und 2023 mehr als 3,7 Millionen Fälle registriert. Die WHO stuft das Virus als ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit ein, und mit der Ausbreitung der Überträgermücken dürfte die Belastung weiter steigen.

Borreliose-Kandidat bleibt im Rennen

Der Kongressauftritt fällt in eine angespannte Phase. Die Phase-3-Studie für den Borreliose-Impfstoff zeigte zwar eine klinische Wirksamkeit von 73,2 Prozent — die Untergrenze des Konfidenzintervalls verfehlte mit 15,8 Prozent jedoch die vorgeschriebene Schwelle von 20 Prozent. Die Aktie verlor daraufhin rund 38 Prozent und notiert aktuell bei 2,78 Euro, weit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4,25 Euro.

Pfizer und Valneva halten dennoch an geplanten Zulassungsanträgen bei FDA und EMA noch im Jahr 2026 fest. Das zentrale Argument: Weltweit gibt es keinen zugelassenen Borreliose-Impfstoff für Menschen, was den medizinischen Bedarf als Zulassungsgrundlage stärkt.

Finanziell steht Valneva dabei auf einem stabilen Fundament. Das Unternehmen schloss 2025 mit liquiden Mitteln von 109,7 Millionen Euro ab — genug Spielraum, um das laufende Zulassungsverfahren zu tragen. Die Washingtonpräsenz mit konkreten IXCHIQ®-Felddaten sendet das Signal, dass das Unternehmen trotz des Rückschlags beim Borreliose-Kandidaten kommerziell liefern kann.

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