Valneva Aktie: Gefährliche Geduld?
Die Situation für das französische Biotech-Unternehmen spitzt sich gefährlich zu. Während Valneva in den USA regulatorische Rückschläge verkraften muss, sichert sich der direkte Rivale Bavarian Nordic entscheidende Marktanteile in Südamerika. Diese Zangenbewegung aus internen Problemen und erstarkender Konkurrenz lässt die Wachstumsfantasie des Chikungunya-Programms schwinden und schickte die Aktie zum Wochenausklang auf Talfahrt.
- Kurs am Freitag: 4,11 €
- Tagesveränderung: -6,38 %
- Entwicklung seit Jahresanfang: +1,38 %
- Relative Stärke (RSI 14): 18,9 (stark überverkauft)
Bavarian Nordic besetzt Schlüsselmarkt
Der jüngste Kurseinbruch korrespondiert direkt mit Erfolgsmeldungen der Konkurrenz. Der dänische Wettbewerber Bavarian Nordic meldete am Freitag die Vergabe exklusiver Vertriebsrechte für seinen Chikungunya-Impfstoff an Eurofarma für den brasilianischen Markt. Diese Nachricht trifft Valneva an einer empfindlichen Stelle.
Brasilien ist mit über 250.000 registrierten Fällen im Jahr 2025 einer der weltweit wichtigsten Märkte für Endemie-Impfstoffe. Dass die Dänen hier nun Fakten schaffen, setzt Valneva unter massiven Zugzwang. Der Konkurrenz-Wirkstoff ist bereits in den USA und Europa zugelassen, während Valneva strategisch ins Hintertreffen gerät.
US-Rückzug wiegt schwer
Die aggressive Expansion des Wettbewerbers wiegt umso schwerer, da Valneva selbst erst vor Kurzem einen schmerzhaften Rückzug antreten musste. Das Unternehmen zog im Januar die US-Zulassungsanträge für seinen eigenen Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ zurück, nachdem die FDA Sicherheitsbedenken geäußert hatte.
Damit bricht kurzfristig der wichtigste Umsatztreiber für dieses Segment weg. Ohne den US-Markt und mit einem starken Konkurrenten, der nun auch in Südamerika das Tempo vorgibt, steht die Monetarisierungsstrategie des Chikungunya-Programms auf wackeligen Beinen.
Chartbild trübt sich ein
Die Reaktion der Marktteilnehmer auf diese Gemengelage fiel eindeutig aus. Die Aktie rutschte am Freitag um über 6 Prozent auf 4,11 Euro ab und näherte sich damit wieder der psychologisch wichtigen 4-Euro-Marke.
Der RSI-Indikator von 18,9 signalisiert zwar eine kurzfristig überverkaufte Situation, doch das Momentum liegt klar bei den Bären. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro hat sich auf über 20 Prozent ausgeweitet.
Alles hängt an Pfizer
Nach den Enttäuschungen im Chikungunya-Segment verlagert sich der Fokus der Anleger nun fast vollständig auf das verbleibende Großprojekt: den Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Die gemeinsam mit Pfizer durchgeführte Phase-3-Studie verläuft bislang nach Plan. Ein Erfolg in diesem Programm ist nun zwingend erforderlich, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Der 19. Februar 2026 wird für Aktionäre das nächste entscheidende Datum sein. An diesem Tag veröffentlicht Valneva die Umsatz- und Liquiditätszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Angesichts der jüngsten strategischen Niederlagen wird das Management darlegen müssen, wie die entstandene Lücke in der Wachstumsplanung geschlossen werden soll.
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