Der brasilianische Bergbauriese Vale hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt, die Anleger erschrecken dürften. Im vierten Quartal 2025 fuhr das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,8 Milliarden Dollar ein – deutlich mehr als die 694 Millionen Dollar Verlust im Vorjahresquartal. Analysten hatten eigentlich mit einem Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Hauptgrund für das Debakel: Eine massive Wertberichtigung von 3,5 Milliarden Dollar auf die Nickel-Anlagen in Kanada. Vale begründet dies mit nach unten korrigierten Langfristprognosen für den Nickelpreis. Die Markterwartungen haben sich offenbar deutlich eingetrübt.

Steuereffekte belasten zusätzlich

Hinzu kommt ein weiterer 2,8-Milliarden-Dollar-Brocken: Vale musste latente Steueransprüche von Tochtergesellschaften abschreiben. Auch das Joint Venture Samarco mit BHP sorgt für zusätzliche Belastungen. Die Rückstellungen wurden um 449 Millionen Dollar erhöht – eine Folge neuer Entwicklungen in einer britischen Sammelklage zum tödlichen Dammbruch von Fundao im Jahr 2015.

Trotz des verheerenden Verlusts gibt es auch positive Signale. Der Nettoerlös stieg im Quartal um 9 Prozent auf 11,06 Milliarden Dollar und traf damit fast exakt die Analystenerwartungen von 11 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA legte um 21 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar zu – ebenfalls im Rahmen der Prognosen.

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Eisenerz bleibt das Rückgrat

Das Kerngeschäft mit Eisenerz läuft offenbar rund. Vale hatte erst im Januar mitgeteilt, dass die Eisenerzproduktion 2025 den höchsten Jahreswert seit 2018 erreicht hat. Ohne die außerordentlichen Belastungen aus der Nickel-Wertberichtigung und dem Steuereffekt hätte Vale ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,5 Milliarden Dollar erzielt – ein Plus von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Frage ist nun, wie schnell Vale die Nickel-Problematik in den Griff bekommt und ob weitere Abschreibungen drohen. An der Börse stand die Aktie zuletzt bei 17,04 Dollar und gab rund 2 Prozent nach.

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