Uran: KI-Boom befeuert Rally
Der Hunger globaler Technologiekonzerne nach Energie für Künstliche Intelligenz verändert den Uranmarkt grundlegend. Während Microsoft, Google und Co. Milliarden in Kernkraft investieren, warnen Produzenten vor einer kritischen Versorgungslücke bei dem radioaktiven Schwermetall. Reicht das weltweite Angebot aus, um die digitale Revolution dauerhaft mit Strom zu versorgen?
Tech-Giganten sichern sich Brennstoff
Die Dynamik am Markt wird derzeit massiv von der Technologiebranche getrieben. Um den enormen Strombedarf ihrer Rechenzentren zu decken, haben Konzerne wie Microsoft, Amazon, Google und Meta bereits Zusagen über 50 Milliarden US-Dollar für Kernenergiekapazitäten gemacht. Dieser Trend verändert die Finanzierung im Sektor: Der Explorer NexGen Energy verhandelt derzeit mit Rechenzentrumsbetreibern über eine direkte Beteiligung am Rook-I-Projekt in Kanada. Im Gegenzug für Kapital sollen den Tech-Riesen langfristige Lieferungen garantiert werden.
Zusätzlichen Druck erzeugt die angespannte Lage bei der Urananreicherung. Der US-Zulieferer Centrus Energy warnte gestern vor einer akuten Versorgungslücke. Ursächlich hierfür ist die Kombination aus steigender globaler Nachfrage und dem Importstopp für russisches Material. Da die Entwicklung neuer Minen üblicherweise zehn bis 15 Jahre dauert, kann das Angebot kaum kurzfristig auf die neue Nachfrage reagieren.
Analysten erwarten Preisverdopplung
Die Finanzhäuser reagieren auf dieses strukturelle Defizit mit deutlichen Kurszielanpassungen. Die Analysten von Shaw and Partners haben ihre Prognosen gestern nach oben geschraubt und erwarten bis 2028 einen Preissprung auf 200 US-Dollar pro Pfund. Aktuell notiert der Spotpreis bei rund 89,50 US-Dollar. Laut den Experten könnte das jährliche Angebotsdefizit künftig die Marke von 200 Millionen Pfund überschreiten.
Auch Goldman Sachs rechnet langfristig mit einer extremen Verknappung. Die Investmentbank prognostiziert bis zum Jahr 2045 ein kumuliertes Defizit von 1,9 Milliarden Pfund. Derzeit deckt die weltweite Minenproduktion lediglich etwa 60 Prozent des tatsächlichen Bedarfs, was die Abhängigkeit von Lagerbeständen und Sekundärquellen erhöht.
Politische Schützenhilfe aus Washington
Neben der privaten Wirtschaft treibt auch die Politik die Nachfrage. Die US-Regierung verfolgt das Ziel, die heimische Kernkraftkapazität bis 2050 von derzeit 100 auf 400 Gigawatt zu vervierfachen. Das US-Energieministerium stellt hierfür Milliarden an Fördergeldern bereit, um insbesondere die inländische Anreicherung zu stärken. Auf der aktuell stattfindenden Branchenkonferenz in Florida signalisierte der Produzent Cameco, seine operative Ausrichtung strikt an dieser verknappten Marktlage auszurichten.
Anleger honorieren die fundamentale Stärke bereits: Der Uranpreis liegt im laufenden Jahr mit 9,1 Prozent im Plus, auf Jahressicht beträgt der Zuwachs über 37 Prozent. Ein entscheidender Meilenstein für die Angebotsseite wird Mitte 2026 erwartet, wenn die finale staatliche Genehmigung für das Rook-I-Projekt in Saskatchewan fallen soll. Davon hängt ab, ob ab 2030 tatsächlich 20 Prozent der weltweiten Nachfrage aus dieser Quelle gedeckt werden können.
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