Unitedhealth Aktie: Vorzeichen ungünstig!
UnitedHealth stellt sich auf ein schwierigeres Jahr ein. Der Konzern rechnet 2026 erstmals seit über einem Jahrzehnt mit sinkenden Erlösen – und bleibt zugleich mit Kostendruck im wichtigen Medicare-Advantage-Geschäft konfrontiert. Wie stark belasten die Prognose und die staatlich beeinflussten Rahmenbedingungen das laufende Jahr?
Wichtige Punkte auf einen Blick:
- 2026-Umsatzprognose: über 439 Mrd. US-Dollar (laut Unternehmen -2% zum Vorjahr)
- Analystenerwartung laut CNBC: 454,6 Mrd. US-Dollar
- 2026 bereinigtes Ergebnis je Aktie (Adjusted EPS): über 17,75 US-Dollar
- 2026 Medical Benefit Ratio (MBR): 88,8% (2025: 89,1%)
Q4-Zahlen: Knapp vorbei an den Umsatzerwartungen
Im vierten Quartal 2025 lag das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 2,11 US-Dollar und damit minimal über dem von CNBC genannten Analystenkonsens von 2,10 US-Dollar. Beim Umsatz verfehlte UnitedHealth jedoch die Erwartungen: 113,2 Mrd. US-Dollar standen 113,82 Mrd. US-Dollar (Konsens) gegenüber.
Auffällig ist der starke Einbruch beim GAAP-Nettoergebnis: Im Quartal blieben unter dem Strich nur 10 Mio. US-Dollar, nach 5,54 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Als Gründe nennt das Unternehmen Restrukturierungsaufwendungen, Veräußerungen von Geschäftsbereichen sowie weiterlaufende Kosten im Zusammenhang mit dem Cyberangriff auf Change Healthcare.
Auf Jahressicht meldete UnitedHealth für 2025 447,6 Mrd. US-Dollar Umsatz (laut Unternehmen +12%), GAAP-Gewinn je Aktie von 13,23 US-Dollar, bereinigtes EPS von 16,35 US-Dollar und einen operativen Cashflow von 19,7 Mrd. US-Dollar.
2026-Prognose: Drei konkrete Treiber für den Umsatzrückgang
Die 2026er-Guidance fiel deutlich schwächer aus als vom Markt erwartet. UnitedHealth stellt mehr als 439 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht – das entspricht laut Unternehmen einem Rückgang um 2% und liegt zugleich klar unter den von CNBC genannten 454,6 Mrd. US-Dollar Analystenerwartung.
Finanzchef Wayne DeVeydt führt den erwarteten Umsatzrückgang auf drei Faktoren zurück:
- Desinvestitionen: Rückzug aus Geschäften im Vereinigten Königreich und in Südamerika
- Mitgliederrückgang: ein Minus von mehr als 3 Mio. US-Mitgliedern
- Umstellung bei Medicare-Codierung: letztes Jahr der V28-Implementierung mit einem Umsatz-Effekt von 6 Mrd. US-Dollar
Medicare Advantage: Flache Raten, hohe Kosten – leichte Entspannung bei der MBR
Zusätzlicher Druck kommt von der Politik: Die US-Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) schlug für 2027 nahezu unveränderte Vergütungssätze für Medicare-Advantage-Pläne vor. Diese Sätze wirken direkt auf Prämien und Leistungsumfang – und damit auf die Kalkulation der Versicherer.
Gleichzeitig bleiben die medizinischen Kosten im Medicare-Advantage-Bestand erhöht, weil ältere Patienten weiterhin Eingriffe nachholen, die während der Pandemie verschoben wurden. Für 2026 erwartet UnitedHealth eine Medical Benefit Ratio von 88,8%, nach 89,1% in 2025 – also eine kleine Verbesserung.
Im Ausblick peilt UnitedHealth laut Mitteilung von vergangener Woche (datiert auf den 27. Januar) bereinigtes EPS von über 17,75 US-Dollar sowie ein operatives Ergebnis von über 24,0 Mrd. US-Dollar an. Entscheidend wird sein, ob die geplanten Portfolioanpassungen und die Effekte aus der Codierungsumstellung den Umsatzrückgang zwar erklären, aber nicht weiter in die Ergebnisqualität durchschlagen.
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