Der Gesundheitsriese UnitedHealth gerät zunehmend in die Defensive. Ein neuer Bericht des US-Senats wirft dem Konzern vor, das staatliche Medicare-System systematisch für Gewinnzwecke ausgenutzt zu haben. Während das Management die Anschuldigungen zurückweist, reagieren Anleger nervös auf die wachsende regulatorische Umklammerung, die den Aktienkurs weiter unter Druck setzt.

Systematische Gewinnmaximierung?

Der Justizausschuss des Senats legte am Montag einen umfassenden Bericht vor, der auf der Auswertung von über 50.000 internen Dokumenten basiert. Der zentrale Vorwurf wiegt schwer: UnitedHealth soll Diagnoseschlüssel gezielt und aggressiv eingesetzt haben, um höhere staatliche Erstattungen für Medicare-Advantage-Patienten zu generieren.

Laut der Untersuchung reichte der Konzern mehr Diagnosen ein als jeder andere Anbieter im Sektor, was zu deutlich höheren Zahlungen führte. Der Bericht kritisiert, UnitedHealth habe die sogenannte Risikoadjustierung in eine reine Profitstrategie verwandelt – ein Vorgehen, das dem ursprünglichen Sinn des staatlichen Programms widerspreche. Interne Schulungsunterlagen sollen belegen, dass Programme wie "HouseCalls" spezifisch darauf ausgelegt waren, zahlungswirksame Diagnosen zu identifizieren.

Die Reaktion der Märkte

Die Börse reagierte verschnupft auf die Nachrichten aus Washington. Nachdem die Aktie bereits am Montag Verluste verzeichnete, setzte sich der Abwärtstrend am Dienstag fort, wobei der Kurs im Handelsverlauf um etwa 1,7 Prozent auf rund 338 US-Dollar nachgab. Damit notiert das Papier mittlerweile gut 44 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom April 2025.

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Brisant ist der Senatsbericht vor allem deshalb, weil er nicht isoliert steht. UnitedHealth bestätigte bereits im Juli 2025, dass man im Visier des US-Justizministeriums (DOJ) stehe und sich sowohl strafrechtlichen als auch zivilrechtlichen Untersuchungen stellen müsse. Der neue Bericht erhöht nun den politischen Druck kurz vor wichtigen Unternehmensterminen.

Analysten zwischen Hoffnung und Risiko

Das Unternehmen wehrt sich entschieden gegen die Darstellung des Senats. Ein Sprecher betonte, dass alle Programme den gesetzlichen Anforderungen entsprächen und dies auch in behördlichen Prüfungen bestätigt worden sei.

Interessanterweise stehen die politischen Turbulenzen im Kontrast zur jüngsten Stimmung an der Wall Street. Trotz der regulatorischen Risiken hatten Analystenhäuser wie Evercore ISI und Barclays ihre Kursziele erst Anfang Januar angehoben, da sie im stark gefallenen Kurs eine Bewertungschance sahen. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt derzeit bei rund 385 US-Dollar, was theoretisch ein Aufwärtspotenzial impliziert. Die Diskrepanz zwischen fundamentaler Bewertung und politischem Risiko sorgt jedoch für anhaltende Unsicherheit.

Die kommenden Wochen dürften für die weitere Richtung der Aktie entscheidend sein. Anleger warten nun auf die Veröffentlichung der detaillierten Prognose für 2026 sowie die Quartalszahlen, die noch diesen Monat erwartet werden. Dort wird sich zeigen, ob das Management die Investoren trotz der juristischen Gewitterwolken und der laufenden DOJ-Ermittlungen beruhigen kann.

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