Der US-Gesundheitsriese UnitedHealth steckt in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Was mit regulatorischen Untersuchungen begann, hat sich zu einem perfekten Sturm entwickelt: Eine massiv ausgeweitete Strafverfolgungsuntersuchung des Justizministeriums trifft auf enttäuschende Quartalszahlen und eine Führungskrise. Können sich die Aktionäre überhaupt noch retten?

Justizministerium weitet Ermittlungen massiv aus

Die juristischen Probleme werden immer bedrohlicher. Wie Bloomberg berichtet, hat das US-Justizministerium seine strafrechtlichen Ermittlungen deutlich ausgeweitet. Nicht mehr nur die Medicare Advantage-Abrechnungspraktiken stehen im Fokus, sondern nun auch das verschreibungspflichtige Arzneimittelgeschäft des Konzerns. Diese Ausweitung schafft eine multidimensionale rechtliche Herausforderung, die praktisch alle Kernbereiche des Unternehmens betreffen könnte.

Operative Krise verschärft sich

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen das ganze Ausmaß der operativen Probleme. UnitedHealth verfehlte die Analystenerwartungen deutlich und meldete einen Gewinnrückgang von satten 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch alarmierender ist der Anstieg der Medical Care Ratio auf 89,4 Prozent – ein Indikator dafür, dass die steigenden Gesundheitskosten die Prämieneinnahmen auffressen.

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Besonders besorgniserregend: Das Management musste die Gewinnprognose für das Gesamtjahr massiv nach unten korrigieren und rechnet nun mit mindestens 16 US-Dollar angepasstem EPS. Die ursprünglichen Erwartungen lagen deutlich höher.

Führungsvakuum und Insider-Käufe

Mitten in der Krise sucht UnitedHealth noch immer einen permanenten CEO-Nachfolger für Andrew Witty, der im Mai überraschend abtrat. Dieser Führungsmangel trägt zusätzlich zur Verunsicherung der Anleger bei.

Interessanterweise zeigen sich Insider deutlich optimistischer als der Markt. Berichten zufolge haben Führungskräfte, einschließlich des CEOs, Aktien im Wert von 25 Millionen US-Dollar gekauft. Diese demonstrative Vertrauensbekundung steht im starken Kontrast zur allgemeinen Marktskepsis.

Gibt es doch noch Hoffnung?

Trotz der düsteren Aussichten sehen einige Analysten Licht am Ende des Tunnels. Bernstein zählt UnitedHealth sogar zu seinen "Top-Picks" und verweist auf das stark reduzierte Bewertungsniveau und mögliche Margenerholungen.

Doch die zentrale Frage bleibt: Kann UnitedHealth das Ruder noch herumreißen, oder steuert der Gesundheitsriese unaufhaltsam auf weiteres Ungemach zu? Die Kombination aus regulatorischen Belastungen, operativen Schwierigkeiten und Führungsunsicherheit spricht derzeit eine klare Sprache.

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