UnitedHealth Group startet mit einem Plus von 1,9 Prozent ins neue Jahr – ein erstes Lebenszeichen nach einem desaströsen 2025, in dem die Aktie rund ein Drittel ihres Wertes verlor. Doch während die Börse noch skeptisch bleibt, greifen große institutionelle Anleger aggressiv zu. CapWealth Advisors stockte seine Position im dritten Quartal um über 5.400 Prozent auf, SteelPeak Wealth um 229 Prozent. Gleichzeitig hebt Morningstar die Wachstumsprognose für 2026 auf 9 Prozent an.

Institutionelle setzen auf Bewertungserholung

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: CapWealth Advisors hält nun 45.615 Aktien im Wert von etwa 15,75 Millionen Dollar, SteelPeak Wealth 33.151 Stück. Solche massiven Aufstockungen sind selten Zufall. Die Asset Manager scheinen die Korrektur als Kaufgelegenheit zu interpretieren – die Aktie notiert aktuell rund 44 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 606,36 Dollar aus dem April 2025.

Morningstar sieht fairen Wert bei 427 Dollar je Aktie, was ein Aufwärtspotenzial von etwa 27 Prozent impliziert. Das Bewertungsniveau mit einem KGV von 17,23 liegt deutlich unter dem historischen Durchschnitt – trotz intakter Umsatzentwicklung. Im dritten Quartal 2025 legte der Konzern beim Erlös um 12 Prozent auf 113,2 Milliarden Dollar zu.

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Regulatorische Unsicherheit belastet

Der Optimismus der Großinvestoren steht im Kontrast zu den regulatorischen Risiken. Am 1. Januar 2026 liefen die erhöhten Steuergutschriften des Affordable Care Act aus. Experten erwarten im Schnitt 114 Prozent höhere Prämien für über 20 Millionen subventionierte Versicherte. Das Urban Institute warnt, dass bis zu 4,8 Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung aufgeben könnten.

Allerdings scheint der Markt darauf zu setzen, dass UnitedHealths diversifiziertes Geschäftsmodell – insbesondere die Optum-Sparte – solche Schwankungen bei den Mitgliederzahlen abfedern kann. Positiv wirkt zudem die Verlängerung der Telemedizin-Verschreibungsregeln durch DEA und HHS bis Ende 2026, was den digitalen Gesundheitsinitiativen des Konzerns Planungssicherheit gibt.

Kritische Phase bis zu den Jahreszahlen

Entscheidend werden die Gesamtjahreszahlen für 2025, die später im Januar erwartet werden. Das Management hat einen Gewinn je Aktie von mindestens 14,90 Dollar in Aussicht gestellt. Für 2026 wird die Performance der Medicare-Advantage-Pläne im Fokus stehen: 78 Prozent der Mitglieder sollen in Plänen mit vier oder fünf Sternen eingeschrieben sein – wichtig für die Erstattungshöhen.

Analysten sehen die Aktie im Konsens als "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 394,91 Dollar. Die technische Unterstützung bei 327,50 Dollar hielt in der heutigen Sitzung stand und bietet vorerst eine Basis für die angelaufene Erholung.

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