Unisys hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem starken Schlussspurt beendet und dabei die Erwartungen an die Profitabilität deutlich übertroffen. Trotz eines soliden Auftragsbestands blickt das Management jedoch skeptisch auf das laufende Jahr und stellt sinkende Umsätze in Aussicht. Damit rückt die Frage in den Fokus, ob die Effizienzsteigerungen ausreichen, um das prognostizierte Übergangsjahr 2026 abzufedern.

Profitabilität zieht deutlich an

Im vierten Quartal 2025 konnte der IT-Dienstleister seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 574,5 Millionen US-Dollar steigern. Besonders beeindruckend entwickelte sich dabei die operative Marge, die auf Basis der Non-GAAP-Zahlen um 640 Basispunkte auf 18,0 Prozent zulegte. Dieser Zuwachs spiegelt eine deutlich verbesserte Kostenstruktur und eine höhere Effizienz in der Projektabwicklung wider.

Auch die Cash-Generierung verbesserte sich zum Jahresende spürbar. Der operative Cashflow stieg im Schlussquartal auf knapp 105 Millionen US-Dollar, verglichen mit rund 77 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Diese Liquidität verschafft dem Unternehmen Spielraum, um die Transformation des Geschäftsmodells weiter voranzutreiben, während der gesamte IT-Markt durch Investitionen in Künstliche Intelligenz und Cloud-Lösungen im Aufbruch bleibt.

Vorsichtiger Ausblick auf 2026

Trotz der starken Quartalszahlen bleibt das Gesamtjahr 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang von 2,9 Prozent ein Beleg für das herausfordernde Marktumfeld. Für das laufende Jahr 2026 zeigt sich das Management zudem betont vorsichtig. Erwartet wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang zwischen 4,5 und 6,5 Prozent. Ein wesentlicher Faktor für diese Prognose ist das Geschäft mit Software-Lizenzen und Support (L&S), für das Unisys einen Jahresumsatz von etwa 415 Millionen US-Dollar veranschlagt.

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Anleger reagierten zuletzt zurückhaltend auf diese Aussichten. Trotz der operativen Fortschritte notiert das Papier mit 2,05 Euro weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,31 Euro. Ein RSI von 22,5 signalisiert dabei eine derzeit technisch stark überverkaufte Marktlage.

Bilanzielle Entlastung durch Pensionsabbau

Ein wichtiger Meilenstein gelang Unisys bei der Sanierung der Bilanz. Durch gezielte Maßnahmen, darunter den Kauf von Rentenversicherungen zur Übertragung von Verpflichtungen, konnte das Pensionsdefizit massiv reduziert werden. Zum Jahresende 2025 belief sich das Defizit auf rund 450 Millionen US-Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 750 Millionen US-Dollar des Vorjahres.

Diese Verringerung der langfristigen Verbindlichkeiten verbessert die finanzielle Stabilität des Unternehmens erheblich. Zusammen mit einem auf 3,16 Milliarden US-Dollar angewachsenen Auftragsbestand verfügt Unisys über ein Polster für das kommende Jahr. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das Unternehmen den für 2026 prognostizierten Umsatzrückgang durch die stabilisierten Margen auffangen kann.

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