Während die Welt noch über 5G diskutiert, prescht Huawei vor. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierte der chinesische Technologiekonzern heute ein komplettes Portfolio für das U6GHz-Frequenzband – und will damit nicht nur 5G-A zum Durchbruch verhelfen, sondern bereits die Weichen für 6G stellen.

KI-Boom treibt Netzwerkbedarf in die Höhe

Der Zeitpunkt ist alles andere als zufällig. Laut IDC-Daten hat sich der Markt für KI-Anwendungen dramatisch entwickelt: Über eine Milliarde monatlich aktive Nutzer weltweit, mehr als die Hälfte aller neu verkauften Smartphones mit KI-Funktionen ausgestattet, und der Token-Verbrauch ist regelrecht explodiert.

Die Konsequenz: Multimodale KI-Interaktionen treiben den Uplink-Bedarf um das Drei- bis Fünffache nach oben. Gleichzeitig verlangen Echtzeitanwendungen nach minimalen Latenzen und garantierter Servicequalität. Die bestehenden Netze stoßen an ihre Grenzen.

Komplettlösung für neue Frequenzen

Huaweis Antwort ist ein durchdachtes Produktportfolio, das von Makro-Basisstationen über Micro-Sites bis hin zu Mikrowellen-Equipment reicht. Herzstück ist die U6GHz 256 TRX AAU mit extrem großem Antennen-Array. Die Leistungsdaten beeindrucken: 100 Gigabit pro Sekunde im Download, über 10 Gigabit im Upload. Für einzelne Nutzer verspricht Huawei 10 Gigabit down und ein Gigabit up.

Für Indoor-Szenarien hat der Konzern spezielle Small-Cell-Produkte entwickelt, die 400 Megahertz Bandbreite unterstützen und sich nahtlos mit allen Sub-6-GHz-Bändern koordinieren lassen. Das Versprechen: Einheitliche Performance für KI-Anwendungen, egal ob drinnen oder draußen.

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Die neue Mikrowellen-Technologie mit Full-Duplex-Fähigkeit soll die nötige Transportkapazität liefern – eine Voraussetzung für die angepeilten Datenraten.

Markt nimmt Fahrt auf

Das Timing scheint zu stimmen. Nach der Weltfunkkonferenz 2023 wurde U6GHz als Schlüsselband für mobilen Funk ausgewiesen. China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Brasilien und mehrere europäische Länder arbeiten aktiv an Spektrumszuteilungen und Tests.

Die Gerätehersteller ziehen nach: Für 2026 werden die ersten kommerziellen Smartphones und CPEs für das U6GHz-Band erwartet. Damit wäre der Weg frei für den großflächigen Rollout.

Huawei gibt an, dass alle Produkte ab sofort verfügbar sind. Der Konzern positioniert sich damit als Komplettanbieter für Netzbetreiber, die ihre Infrastruktur für das KI-Zeitalter rüsten wollen – und gleichzeitig eine Migrationsstrategie Richtung 6G suchen.

Ob sich die Technologie durchsetzt, hängt letztlich von regulatorischen Entscheidungen und der Akzeptanz der Netzbetreiber ab. Huawei hat jedenfalls vorgelegt.

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