Der Konsumgüterriese startet verhalten in das Börsenjahr 2026. Obwohl die lang erwartete Abspaltung der Eiskrem-Sparte nun Realität ist, kommt die Aktie in London und New York nicht vom Fleck. Anleger stellen sich die entscheidende Frage: Kann der schlankere Konzern nun endlich das versprochene Wachstum liefern oder bleibt die Skepsis dominierend?

Technische Warnsignale

Die aktuelle Bewertung spiegelt die Zurückhaltung der Marktteilnehmer wider. In New York eröffnete das Papier heute bei 65,41 US-Dollar und notiert damit unter wichtigen charttechnischen Marken. Besonders kritisch: Der Kurs liegt sowohl unter dem 50-Tage-Durchschnitt (66,84 US-Dollar) als auch unter der 200-Tage-Linie (68,20 US-Dollar). Diese Konstellation deutet oft auf anhaltenden Abwärtsdruck hin, solange kein dynamischer Ausbruch gelingt. Auch an der Londoner Börse kämpft der Titel bislang vergeblich um die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Pence.

Die Eiskrem-Sparte ist Geschichte

Fundamental steht der Konzern vor einer Zäsur: Die Trennung vom Eiskrem-Geschäft ist seit Dezember 2025 vollzogen, die Sparte operiert nun eigenständig als „The Magnum Ice Cream Company“. Ziel der Übung war es, Unilever auf wachstumsstärkere Bereiche wie Pflege, Kosmetik und Ernährung zu fokussieren.

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Die verhaltene Kursreaktion zeigt jedoch, dass Vorschusslorbeeren ausbleiben. Investoren verlangen nun konkrete Belege dafür, dass das verbleibende Portfolio tatsächlich stärkeres organisches Wachstum generieren kann. Der Wegfall des umsatzstarken, aber saisonabhängigen Eiskrem-Geschäfts erfordert eine Neubewertung der verbliebenen Umsatzbasis.

Management unter Zugzwang

Parallel zum Geschäftsjahr wechselt auch die Verantwortung im Marketing. Leandro Barreto hat zum 1. Januar als neuer CMO übernommen und tritt die Nachfolge von Esi Eggleston Bracey an. Seine Aufgabe ist klar definiert: Er muss das Volumenwachstum der „Power Brands“ wie Dove und Hellmann’s ankurbeln – eine Kennzahl, die in den vergangenen Quartalen unter genauer Beobachtung stand.

Trotz der momentanen Schwäche bleiben Analysten mittelfristig zuversichtlich. Die Konsensschätzungen liegen mit Kurszielen von rund 5.193 Pence in London und über 71 US-Dollar in New York deutlich über dem aktuellen Niveau, was auf ein fundamentales Aufholpotenzial hindeutet.

Unilever befindet sich in einer klassischen „Beweis-Phase“. Nachdem der strukturelle Umbau abgeschlossen ist, liegt der Fokus nun rein auf der operativen Exekution unter der neuen Marketingführung. Erst wenn die Aktie die 50-Tage-Linie bei rund 66,84 US-Dollar nachhaltig zurückerobert, hellt sich das charttechnische Bild wieder auf.

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