Unilever Aktie: Steuerärger und Abstufungen
Der Konsumgüterriese Unilever gerät zum Wochenstart von zwei Seiten unter Druck. Neben skeptischen Analystenkommentaren sorgt eine millionenschwere Steuernachforderung bei der wichtigen indischen Tochter für Unruhe. Investoren stellen sich kurz vor den Jahreszahlen die Frage: Wie stark belasten diese Störfeuer die operative Entwicklung vor der anstehenden Bilanzvorlage?
Millionenforderung in Indien
Für konkrete Belastung sorgt eine Nachricht der Tochtergesellschaft Hindustan Unilever (HUL). Die dortigen Steuerbehörden fordern eine Nachzahlung von umgerechnet rund 170 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2021/22. Hintergrund sind Anpassungen bei Verrechnungspreisen und steuerliche Nichtanerkennungen. Zwar kündigte das Management umgehend Widerspruch an und betonte, man erwarte keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf die Gesamtbilanz, doch der Vorgang verdeutlicht die regulatorischen Risiken in den für den Konzern essenziellen Wachstumsmärkten.
Analysten werden vorsichtiger
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Parallel dazu trübt sich die Stimmung unter den Marktexperten ein. BNP Paribas Exane stufte das Papier in der vergangenen Woche von „Outperform“ auf „Neutral“ herab. Noch deutlicher positionierten sich die Analysten von Jefferies, die ihre Einstufung „Underperform“ bestätigten. Das Bankhaus sieht Risiken für die Bewertung der Aktie und warnt vor anhaltendem Druck auf die operativen Margen sowie einer möglichen Wachstumsabschwächung im wichtigen US-Geschäft. Diese Einschätzungen berücksichtigen bereits die geplante Abspaltung der Eiscreme-Sparte.
Blick auf die Zahlen
Klarheit über die tatsächliche Verfassung des Konzerns gibt es am 12. Februar 2026, wenn Unilever die Bücher für das Gesamtjahr 2025 öffnet. Der Markt kalkuliert derzeit mit einem bereinigten Umsatzwachstum zwischen 4 und 6 Prozent sowie einer leichten Verbesserung des Volumen-Mix im vierten Quartal. Entscheidend für die weitere Kursrichtung wird der Ausblick des Managements auf die Margenentwicklung 2026 sein. Weitere strategische Details zur langfristigen Ausrichtung werden kurz darauf auf der CAGNY-Konferenz am 17. Februar erwartet.
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