Unilever Aktie: Foods-Verkauf bahnt sich an
Das könnte eine der größten Umstrukturierungen bei Unilever seit Jahren werden. Der Konsumgüterkonzern hat bestätigt, dass McCormick & Company Interesse an der Lebensmittelsparte angemeldet hat — und die Gespräche laufen bereits.
Die Aktie reagierte am Freitag positiv: Plus 1,2 Prozent, während der breite europäische Markt sich ebenfalls leicht erholt, nach drei Wochen in Folge mit Verlusten. Offenbar werten Anleger den möglichen Verkauf als strategischen Schritt, der die Konzentration auf die wachstumsstärkeren Bereiche ermöglicht.
Was steckt im Paket?
Die Lebensmittelsparte ist alles andere als ein Sorgenkind — zumindest auf den ersten Blick. Mit einer operativen Marge von 22,6 Prozent übertrifft sie sogar den Konzernschnitt von 20 Prozent. Der Betriebsgewinn lag 2025 bei 2,9 Milliarden Euro, was Analysten auf einen Unternehmenswert von rund 30 Milliarden Euro schließen lässt.
Trotzdem wächst das Segment zu langsam. 2025 legte das Lebensmittelgeschäft lediglich um 2,5 Prozent zu — weit unter dem konzerninternen Zielkorridor von 4 bis 6 Prozent. Vor allem in Europa und Nordamerika stagniert das Geschäft, während in Schwellenländern wie Indien und Teilen Lateinamerikas noch Dynamik vorhanden ist. Rund 55 Prozent der Lebensmittelumsätze entfallen auf diese aufstrebenden Märkte — aber das reicht nicht aus, um die Schwäche in den gesättigten Märkten auszugleichen.
Ein bekanntes Muster
Es ist nicht das erste Mal, dass Unilever über einen Abbau des Lebensmittelportfolios nachdenkt. Bereits frühere Konzernchefs versuchten, den Fokus stärker auf Körperpflege und Beauty zu verschieben. Alan Jope scheiterte an diesem Kurs — unter anderem mit drei erfolglosen Übernahmeversuchen für die heutige Haleon — und trat 2022 ab. Auch sein Nachfolger Hein Schumacher wurde schließlich abgelöst.
Nun setzt CEO Fernando Fernandez erneut an. Nach dem aufwendigen Abspaltungsprozess der Eiscreme-Sparte im vergangenen Jahr stellt sich die Frage, ob ein weiterer großer Deal nicht zu viel auf einmal ist — und ob das Tagesgeschäft darunter leidet. Investoren und Marktbeobachter äußern genau diese Bedenken.
Dass die Verhandlungen mit Kraft Heinz bereits gescheitert sein sollen und nun McCormick als Interessent bestätigt wurde, gibt dem Prozess jedenfalls neue Konturen. Ob am Ende tatsächlich ein Abschluss steht, ist offen — Unilever selbst betont, es gebe keine Gewissheit über eine Einigung.
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