UBS Aktie: Strategie-Offensive unter Druck
Die Schweizer Großbank zündet die nächste Stufe ihrer Wachstumsstrategie und bereitet den Einstieg in den Krypto-Handel für vermögende Kunden vor. Doch die ambitionierten Pläne werden derzeit von einem harten Konflikt mit der Schweizer Regierung überschattet. Während CEO Sergio Ermotti seine Nachfolge regelt, kämpft das Institut gegen drohende regulatorische Verschärfungen, die das Geschäftsmodell massiv belasten könnten.
Die aktuelle Lage im Überblick:
* Krypto-Vorstoß: Handel mit Bitcoin und Ether für Private-Banking-Kunden geplant.
* Regulierungsstreit: Drohende Mehrkosten von 24 Milliarden Dollar durch neue Kapitalvorschriften.
* Führungsfrage: Suche nach Ermotti-Nachfolger läuft intern und extern.
* US-Wachstum: Fortschritte bei der nationalen Banklizenz.
Digitaler Wandel und US-Expansion
UBS will sich dem Trend zu digitalen Assets nicht länger verschließen. Laut Berichten wählt die Bank derzeit Partner aus, um ausgewählten Private-Banking-Kunden zunächst in der Schweiz den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether zu ermöglichen. Eine spätere Ausweitung auf Asien und die USA ist angedacht. Damit folgt das Institut US-Konkurrenten wie JPMorgan, reagiert auf die Kundennachfrage und integriert entsprechende Risikokontrollen.
Parallel dazu macht die Expansion im wichtigen US-Markt Fortschritte. Das „Office of the Comptroller of the Currency“ hat eine erste bedingte Genehmigung für eine nationale Banklizenz erteilt. Sollte die finale Zulassung 2026 erfolgen, könnte UBS ihr Angebot an Girokonten und Hypotheken für ultra-reiche Kunden in den USA deutlich effizienter gestalten.
Eskalation im Kapitalstreit
Diese Wachstumsinitiativen treffen jedoch auf erheblichen regulatorischen Gegenwind, der die Anlegerstimmung zuletzt deutlich trübte. Der Schweizer Bundesrat plant als Konsequenz aus dem Credit-Suisse-Debakel eine drastische Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen für systemrelevante Banken.
UBS läuft Sturm gegen diese Pläne und warnt vor massiven Konsequenzen:
* Kostenexplosion: Die Bank beziffert die zusätzliche Belastung auf rund 24 Milliarden Dollar.
* Wettbewerbsverzerrung: Die Anforderungen lägen etwa 50 Prozent über denen der amerikanischen und europäischen Konkurrenz.
* Preisanstieg: Die Mehrkosten müssten unweigerlich an die Kunden weitergegeben werden.
Während die SVP einen Kompromissvorschlag ins Spiel bringt, bleibt die Unsicherheit über die finalen Rahmenbedingungen hoch.
Nachfolge von Sergio Ermotti
Neben den strategischen und regulatorischen Themen rückt auch die Personalplanung in den Fokus. CEO Sergio Ermotti bestätigte in Davos, dass für seinen voraussichtlich Mitte 2027 geplanten Abschied sowohl interne als auch externe Kandidaten geprüft werden. Zum internen Favoritenkreis zählen unter anderem Iqbal Khan (Wealth Management) und Beatriz Martin (COO). Der Prozess läuft parallel zur finalen Integration der Credit Suisse.
Kursrutsch spiegelt Unsicherheit wider
Die Sorge um die regulatorischen Eingriffe und die damit verbundene Profitabilität hat deutliche Spuren im Chart hinterlassen. Die UBS-Aktie geriet in der vergangenen Woche unter massiven Abgabedruck und verlor auf 7-Tages-Sicht 21,57 Prozent an Wert. Am Freitag schloss das Papier bei 37,16 CHF. Damit hat sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf fast 23 Prozent vergrößert, während wichtige Durchschnittslinien wie der 100-Tage-Schnitt (36,82 CHF) nun als Unterstützung getestet werden.
Am 4. Februar präsentiert UBS ihre nächsten Quartalszahlen. Investoren werden diesen Termin nutzen, um nicht nur die operative Entwicklung zu prüfen, sondern vor allem um neue Hinweise darauf zu erhalten, wie die Bank die drohenden Kapitalkosten abfedern will.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








