Die Schweizer Großbank zieht die Zügel spürbar an. Unmittelbar nach der Auszahlung der Jahresboni rollt die nächste Entlassungswelle an, während gleichzeitig in den USA die Präsenzpflicht für Mitarbeiter verschärft wird. Flankiert werden diese harten Einschnitte von prominenten Neuzugängen für den Verwaltungsrat, die das Institut durch die finale Phase der Credit-Suisse-Integration steuern sollen.

Kostenbremse und Vollpräsenz

Um das ehrgeizige Ziel von 13,5 Milliarden US-Dollar an Brutto-Kostenersparnissen bis Ende 2026 zu erreichen, greift das Management durch. In den Vereinigten Staaten müssen Junior-Investmentbanker künftig wieder fünf Tage pro Woche im Büro erscheinen. Parallel dazu intensiviert das Institut den Personalabbau, was angesichts eines Kursverlusts der Aktie von gut 21 Prozent seit Jahresbeginn auf aktuell 31,73 Euro die Dringlichkeit der Restrukturierung unterstreicht.

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Das Timing der jüngsten Kündigungen, die Mitarbeiter aller Hierarchieebenen unmittelbar nach den Bonuszahlungen für das Jahr 2025 erhielten, verdeutlicht die konsequente Umsetzung der Sparpläne. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Belegschaft von derzeit 103.000 auf bis zu 85.000 Vollzeitstellen schrumpfen wird. Die technische Zusammenlegung mit der Credit Suisse ist derweil abgeschlossen, alle Kunden laufen mittlerweile über die Systeme der UBS.

Prominente Neuzugänge für den Verwaltungsrat

Auf der strategischen Aufsichtsebene formiert sich das Institut ebenfalls neu. Für die Generalversammlung am 15. April 2026 schlägt die Bank namhafte Kandidaten für den Verwaltungsrat vor, um gezielt Schwachstellen in der Expertise auszugleichen. Mit Agustín Carstens, dem ehemaligen Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, holt sich die Bank tiefgreifendes regulatorisches Wissen an Bord. Technologisches Know-how steuert künftig Luca Maestri bei, der über ein Jahrzehnt als Finanzchef für den Technologiekonzern Apple tätig war.

Der nächste konkrete Meilenstein für die Bank datiert auf den 29. April mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal. Dabei wird der Fokus der Investoren primär auf dem Kosten-Ertrags-Verhältnis liegen. Mit einem Wert von zuletzt fast 85 Prozent fließen weiterhin 85 Cents jedes eingenommenen Dollars in direkte Ausgaben – eine Kennzahl, die das Management im Zuge der laufenden Effizienzprogramme und des massiven Stellenabbaus zwingend senken muss.

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