Nach einer starken Rally seit Dezember geht die TUI Aktie in den Pausenmodus über. Der Kurs bewegt sich heute in einer engen Spanne, bleibt aber klar über der Marke von 9 Euro. Im Hintergrund steht ein Mix aus beeindruckenden Rekordzahlen und einem deutlich gemäßigteren Ausblick, der das kurzfristige Potenzial bremst.

Aktuelle Lage: Pause nach dem Anstieg

Im heutigen Handel notiert die Aktie um 9,31 Euro und damit leicht über dem gestrigen Schlusskurs von 9,12 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von gut 3 Prozent, in den vergangenen 30 Tagen summiert sich der Anstieg auf rund 9,5 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier damit ebenfalls im Plus.

Wichtig ist vor allem der Blick auf das übergeordnete Bild: Mit einem Abstand von knapp 59 Prozent zum 52-Wochen-Tief bei 5,86 Euro und nur gut 1 Prozent unter dem jüngsten Hoch bei 9,45 Euro hat sich der Titel klar aus der früheren Problemzone herausgearbeitet. Auch technisch wirkt der Trend intakt: Der Kurs liegt deutlich über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage, der RSI von 45 signalisiert weder Überkauf noch Überverkauf.

Die Kursbewegung der letzten Tage deutet auf eine klassische Konsolidierung hin. Nach dem kräftigen Lauf seit Dezember ebbt das Momentum ab, ohne dass es zu größeren Rücksetzern kommt.

Wichtige Fakten zur aktuellen Situation:

  • Kurs heute: ca. 9,31 Euro
  • 52-Wochen-Hoch: 9,45 Euro (Abstand rund -1,5 %)
  • 52-Wochen-Tief: 5,86 Euro (Abstand rund +59 %)
  • Performance 30 Tage: ca. +9,5 %
  • Deutlich über 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnitt
  • RSI (14 Tage): 45 – neutral

Fundament: Rekordjahr als Basis

Den aktuellen Kurs stützt vor allem das abgeschlossene Geschäftsjahr 2025, dessen Zahlen im Dezember vorgelegt wurden. Der Touristikkonzern hat nach den Krisenjahren operativ sichtbar die Wende geschafft.

Die wichtigsten Eckpunkte:

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  • Umsatz 2024/25: 24,2 Milliarden Euro (+4,4 % zum Vorjahr)
  • Bereinigtes EBIT: 1,46 Milliarden Euro (+12,6 %)

Diese Rekordwerte haben die Turnaround-Story bestätigt und die Rückkehr zu einer regulären Dividendenpolitik ermöglicht. Der Markt hat diese Entwicklung inzwischen weitgehend eingepreist. Für die weitere Kursrichtung zählt nun vor allem, wie sich das laufende Geschäftsjahr entwickelt.

Ausblick 2026: Solides, aber gebremstes Wachstum

Der aktuelle Dämpfer kommt von der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 (01.10.2025 bis 30.09.2026). Das Management rechnet mit:

  • Umsatzwachstum von lediglich +2 bis +4 Prozent
  • EBIT-Steigerung von +7 bis +10 Prozent

Damit signalisiert TUI Stabilität, aber keine Fortsetzung der außergewöhnlich starken Erholungsphase der vergangenen Jahre. Genau hier liegt der Kernkonflikt: Die operative Lage ist klar verbessert, doch die erwartete Wachstumsdynamik normalisiert sich.

Marktkommentare deuten darauf hin, dass diese moderatere Perspektive derzeit in die Kurse eingearbeitet wird und den Spielraum für weitere schnelle Kursgewinne begrenzt. Aus einer Sanierungsstory wird zunehmend ein zyklischer Standardwert mit soliden, aber weniger spektakulären Wachstumsraten.

Short-Positionen und Stimmung

Ganz unkritisch sehen institutionelle Investoren die Lage offenbar nicht. Daten vom 7. und 8. Januar 2026 zeigen, dass Short-Seller ihre Positionen bislang nicht vollständig zurückgefahren haben. Dies legt nahe, dass ein Teil des Marktes weiterhin mit Korrekturen oder zumindest begrenztem Aufwärtspotenzial rechnet und den eher konservativen Ausblick als Argument für Zurückhaltung nutzt.

Parallel dazu hat sich die Stimmung der Analysten von deutlich optimistisch hin zu abwägend verschoben. Die fundamentale Stärke wird anerkannt, der Blick ist aber stärker auf Bewertung und Nachhaltigkeit der Erträge gerichtet.

Fazit: Konsolidierung mit klarer Messlatte

Die TUI Aktie befindet sich in einer geordneten Konsolidierungsphase nach einem kräftigen Anstieg. Die Ausgangslage lässt sich auf drei Punkte verdichten:

  • Rekordzahlen im Geschäftsjahr 2025 bilden ein solides Fundament.
  • Der Ausblick für 2026 verspricht nur moderates Wachstum, was das kurzfristige Potenzial begrenzt.
  • Mit einem KGV von rund 6 wirkt die Bewertung optisch günstig, verlangt aber stabile Ergebnisbeiträge, um Kurse oberhalb von 9 Euro dauerhaft zu rechtfertigen.

Der nächste wesentliche Impuls dürfte von der Hauptversammlung im Februar ausgehen. Dort wird sich zeigen, ob Management und Strategie den gestiegenen Erwartungen gerecht werden und die aktuelle Konsolidierung den Boden für den nächsten Schritt nach oben bildet.

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