Der DAX-Konzern Siemens Energy belohnt seine Aktionäre gleich doppelt. Neben einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm steht nun der prestigeträchtige Aufstieg in den Stoxx Europe 50 an. Befeuert wird diese Entwicklung von einem unerwarteten Wachstumsmotor, der die anhaltenden Restrukturierungen in der Windkraftsparte zunehmend in den Schatten stellt.

Index-Effekt und Kapitalrückfluss

Ab dem 23. März rückt der Energietechnikkonzern über die Fast-Entry-Regel in den Stoxx Europe 50 auf und verdrängt dort den britischen Spirituosenhersteller Diageo. Für ETFs und Indexfonds, die dieses Barometer abbilden, entsteht dadurch eine strukturelle Kaufpflicht. Flankiert wird diese Nachfrage von Unternehmensseite selbst: Seit Anfang März läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Bereits in der ersten Woche zog das Management knapp 820.000 eigene Papiere aus dem Verkehr, was den Kurs zusätzlich stützt.

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KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber

Das Fundament für diese großzügige Kapitalrückgabe liefert ein operatives Rekordquartal. Mit einem Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro sind die Auftragsbücher prall gefüllt. Bemerkenswert ist dabei die Verschiebung der Nachfrage: Neben dem klassischen Kraftwerksgeschäft entwickelt sich die Infrastruktur für KI-Rechenzentren zum massiven Wachstumstreiber. Die Erlöse mit sogenannten Hyperscalern haben sich auf über zwei Milliarden Euro verdoppelt. Um den enormen Stromhunger der Tech-Giganten zu bedienen, investiert der Konzern nun rund eine Milliarde US-Dollar in die amerikanische Netz- und Gasturbinen-Fertigung. Die mittelfristige Margenerwartung bis 2028 wurde entsprechend auf 14 bis 16 Prozent angehoben.

Gamesa bleibt das Sorgenkind

Trotz der starken Zahlen der Gassparte bleibt das Windkraftgeschäft von Siemens Gamesa ein Risikofaktor. Zwar schrumpfte der Quartalsverlust deutlich auf 46 Millionen Euro, doch die Forderungen des aktivistischen Investors Ananym nach einer Abspaltung der Sparte reißen nicht ab. An der Börse wird die operative Zweiteilung derzeit mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau quittiert. Nach einem beeindruckenden Kursplus von rund 148 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten ging die Aktie am Freitag bei 142,75 Euro aus dem Handel.

Der nächste fundamentale Prüfstein für die Bewertung folgt am 12. Mai mit der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin bilden die anstehenden ETF-Umschichtungen durch die Indexaufnahme sowie die kontinuierlichen Aktienkäufe des Unternehmens ein solides Fundament für den Kurs. Das Management muss im Mai belegen, dass sich die finanzielle Erholung bei Siemens Gamesa weiter beschleunigt und die angepeilte Gewinnschwelle im laufenden Jahr erreichbar bleibt.

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