Seit Jahresbeginn hat die IBM-Aktie mehr als 20 Prozent gegenüber ihrem 52-Wochen-Hoch verloren — ein Rücksetzer, der nicht aus dem Nichts kam. Auslöser war eine Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic, das COBOL-Modernisierung als neues Einsatzfeld seiner Technologie identifiziert hat. Genau dort, wo IBM seit Jahrzehnten als unverzichtbarer Partner großer Konzerne gilt.

Die Sorge: Wenn KI-Modelle Legacy-Code eigenständig modernisieren können, gerät ein zentrales Standbein von IBMs Beratungsgeschäft unter Druck. Kein Wunder, dass institutionelle Anleger nervös reagierten.

Wall Street bleibt konstruktiv

Trotz des Kursrückgangs halten die meisten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. Bank of America Securities bekräftigte am 10. März sein Kaufvotum, nachdem Analysten direkt mit dem Management gesprochen hatten. Morgan Stanley senkte zwar sein Kursziel von 304 auf 247 Dollar — der Konsens der 13 IBM-Analysten liegt aber weiterhin bei rund 319 Dollar, deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Das niedrigste Kursziel steht bei 236 Dollar, das höchste bei 370 Dollar.

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Das institutionelle Bild ist gespalten: Im vierten Quartal 2025 bauten 1.672 Investoren ihre Positionen aus, 1.529 reduzierten sie. UBS Asset Management stieß rund 19,8 Millionen Aktien ab (–73 Prozent), während T. Rowe Price seine Position um 83 Prozent aufstockte und Capital World Investors rund 5 Millionen Aktien hinzukaufte.

Cybersicherheit und Quantencomputing als Gegengewicht

Abseits der KI-Disruptions-Debatte liefert IBMs aktueller X-Force Threat Intelligence Index ein Argument für die strukturelle Nachfrage nach Unternehmenssicherheit. Angriffe über öffentlich zugängliche Anwendungen stiegen um 44 Prozent, aktive Ransomware-Gruppen um 49 Prozent im Jahresvergleich. Schwachstellen-Exploits waren 2025 für 40 Prozent aller von X-Force beobachteten Vorfälle verantwortlich. Diese Zahlen stützen direkt die Nachfrage nach IBMs Sicherheitsportfolio.

Längerfristig setzt IBM auf Quantencomputing. Das Unternehmen hat für 2029 den ersten fehlertoleranten Quantencomputer in großem Maßstab angekündigt — ein Vorhaben, das bei Realisierung weit über die eigene Branche hinauswirken würde.

Strukturelle Stärke trotz kurzfristiger Belastung

IBMs aktuelle Lage spiegelt ein Spannungsfeld wider, das viele Technologiekonzerne gerade durchleben: KI-Disruptions-Ängste treffen auf eine tief verwurzelte Kundenbasis und ein breites Dienstleistungsportfolio. Über fünf Jahre hat die Aktie trotz des jüngsten Einbruchs mehr als 100 Prozent zugelegt. Der Analystenkonsens bleibt ein Kaufvotum — und mit dem Cybersicherheitsgeschäft sowie der Quantenstrategie besitzt IBM zwei Segmente, die unabhängig vom KI-Sentiment strukturell wachsen dürften.

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