Der Reisekonzern TUI investiert in neue Schiffe, formt seinen Vorstand um — und die Aktie verliert trotzdem weiter an Boden. Hinter der anhaltenden Kursschwäche steckt ein Problem, das kein Umstrukturierungsprogramm kurzfristig lösen kann.

Naher Osten belastet Buchungen und Margen

Die Spannungen im Nahen Osten treffen TUI gleich doppelt. Blockaden entlang wichtiger Handelswege haben die Energiepreise nach oben getrieben, was die Treibstoffkosten des Konzerns direkt belastet. Gleichzeitig zeigen Reisende spürbare Zurückhaltung bei Buchungen in die östliche Mittelmeerregion — einem der wichtigsten Märkte für den Konzern.

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Marktbeobachter sehen darin den Hauptgrund, warum die soliden operativen Kennzahlen derzeit kaum Wirkung entfalten. Das Management hält zwar an seinem Ausblick für 2026 fest — Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, bereinigtes EBIT-Wachstum von 7 bis 10 Prozent — doch die Risikowahrnehmung der Anleger überwiegt.

Expansion trotz schwierigem Marktumfeld

Operativ zeigt sich TUI wenig beeindruckt vom Gegenwind. Im März ging die „TUI Aria" für die Flusskreuzfahrtsparte in Dienst, für den Sommer folgt die „Mein Schiff Flow" bei TUI Cruises. Das renditestarke Kreuzfahrtsegment soll weiter wachsen. Flankiert wird die Expansion von einer neuen Vorstandsstruktur, die die Integration von Hotels, Schiffen und Vertriebsmärkten beschleunigen soll.

Analyst Richard J. Clarke von Bernstein Research hält an einem Kursziel von 9,20 Euro fest und bewertet die Aktie mit „Market-Perform". Gemessen am aktuellen Kurs von 6,80 Euro — rund 15 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — impliziert das erhebliches Erholungspotenzial, sofern sich das geopolitische Umfeld entspannt.

Die nächsten konkreten Zahlen liefert TUI am 13. Mai 2026 mit dem Quartalsbericht zum zweiten Quartal. Bis dahin dürfte die Entwicklung im Nahen Osten der entscheidende Kurstreiber bleiben.

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