Die Eskalation im Nahen Osten erreicht das operative Geschäft des Reisekonzerns. Wegen der Blockade der Straße von Hormus stecken derzeit zwei Schiffe der TUI-Cruises-Flotte im Persischen Golf fest. Diese logistische Hürde trübt die kurzfristigen Ertragsaussichten im wichtigen Kreuzfahrtsegment.

Schiffe in der Wartesituation

Konkret befinden sich die „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ in Doha in einer Zwangspause. Letztere sollte planmäßig am 17. April 2026 eine neue Route ab Palma de Mallorca aufnehmen. Die angespannte Sicherheitslage zwang das Unternehmen bereits, deutsche Passagiere zu evakuieren, während die Besatzungen vorerst an Bord bleiben. Konkurrenten wie AIDA und MSC zogen bereits weitreichende Konsequenzen und strichen ihre Orient-Kreuzfahrten für die kommende Wintersaison komplett.

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Aktie im Abwärtssog

Am Kapitalmarkt hinterlassen die geopolitischen Störfeuer deutliche Spuren. Die Papiere verabschiedeten sich am Freitag mit einem Abschlag von 2,06 Prozent bei 6,66 Euro ins Wochenende. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf 25,39 Prozent. Mit dem aktuellen Preisniveau hat sich der Titel spürbar von seinem 50-Tage-Durchschnitt entfernt, der derzeit bei 8,00 Euro verläuft.

Analysten erwarten Gewinnsprung

Ungeachtet der operativen Einschränkungen blicken Experten mehrheitlich optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr 2026. Nach einem Verlust je Aktie von 0,09 Euro im Schlussquartal 2025 rechnen Marktbeobachter im Konsens mit einer fundamentalen Erholung. Die aktuellen Schätzungen umfassen folgende Eckdaten:

  • Erwarteter Gewinn 2026: 1,39 Euro je Aktie
  • Prognostizierte Dividende 2026: 0,228 Euro (Vorjahr: 0,100 Euro)
  • Durchschnittliches Kursziel: 10,58 Euro

Den nächsten Abgleich zwischen Prognose und Realität liefert das Unternehmen am 13. Mai 2026 mit der Vorlage der neuen Bilanzzahlen. Bis dahin diktieren die Dauer der Nahost-Blockade und die anfallenden Kosten für mögliche Umroutungen die kurzfristigen Markterwartungen für den Touristikkonzern.

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