TSMC Aktie: Wegweisende Entscheidungen

Der Weltmarktführer unter den Chip-Fertigern zieht die Reißleine: TSMC will chinesische Zulieferer komplett aus der Produktion seiner modernsten 2-Nanometer-Prozessoren verbannen. Gleichzeitig rüstet sich das taiwanesische Unternehmen mit einem neuen Schutzschild gegen Industriespionage. Steckt dahinter purer Geopolitik-Stress – oder ein strategischer Schachzug, der TSMC langfristig unschlagbar macht?
Kompletter Bruch mit chinesischen Partnern
Der am 29. August angekündigte Strategiewechsel hat es in sich: TSMC eliminiert sämtliche chinesischen Ausrüstungen aus seinen kommenden 2nm-Produktionslinien in Hsinchu und Kaohsiung. Das betrifft nicht nur Maschinen, sondern auch Chemikalien und Rohstoffe – ein radikaler Kurswechsel gegenüber der bisherigen Praxis.
Noch bei der 3nm-Technologie setzte TSMC auf chinesische Zulieferer wie Advanced Micro-Fabrication Equipment (AMEC) und Mattson Technology. Mit der 2nm-Generation ist damit Schluss. Die Massenproduktion der modernsten Chips soll noch in diesem Jahr starten – ohne chinesische Komponenten.
Schutzwall gegen Spionage
Parallel verschärft TSMC den Schutz seiner wertvollsten Geheimnisse. Das neue Trade Secrets Management System verwaltet bereits über 610.000 registrierte Fälle von Technologien und Know-how. Ein digitaler Tresor für das wertvollste Gut des Konzerns: sein technologisches Wissen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst im August musste TSMC mehrere Mitarbeiter entlassen und rechtliche Schritte einleiten, nachdem Verdacht auf unauthorisierten Zugang zu 2nm-Entwicklungsdaten aufgekommen war. Drei Personen sitzen in Taiwan wegen mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen in Untersuchungshaft.
Druck aus Washington steigt
Hinter dem Strategiewechsel stehen massive politische Spannungen. Der geplante Chip Equipment and U.S. Protection Act will Unternehmen, die US-Fördergelder erhalten, den Kauf von Ausrüstung "ausländischer Problemakteure" verbieten – ein Codewort für chinesische Hersteller.
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Für TSMC wird das zur existenziellen Frage: Die USA sollen künftig 30% der 2nm-Produktion abnehmen, sobald die Arizona-Expansion abgeschlossen ist. Ein Spagat zwischen Compliance und Kosteneffizienz.
Starke Zahlen trotz Turbulenzen
Operativ läuft es rund bei TSMC. Das zweite Quartal 2025 brachte Rekorderlöse von 30,07 Milliarden Dollar – ein Plus von 38,6% zum Vorjahr. Der Nettogewinn schoss um 60,7% auf 13,5 Milliarden Dollar hoch, getrieben von der KI-Nachfrage.
Fortgeschrittene Prozesse von 7nm und kleiner steuerten bereits 74% der Wafer-Erlöse bei. Die neuesten 3nm- und 5nm-Nodes allein generierten 60% des Umsatzes. Für das dritte Quartal peilt TSMC 31,8 bis 33 Milliarden Dollar an.
Kampf um die Chip-Zukunft
Der Umbau positioniert TSMC für den finalen Sprint um die Technologieführerschaft. Nur Samsung, Intel und Japans Rapidus arbeiten ebenfalls an 2nm-Prozessen. Wer hier die Nase vorn behält, dominiert die nächste Dekade der Halbleiterindustrie.
Die Rechnung ist simpel: TSMC kontrolliert bereits mehr als dreimal so viel Marktanteil wie der nächstgrößere Konkurrent Samsung. Mit 2nm-Technologie ohne chinesische Abhängigkeiten könnte diese Dominanz zementiert werden – wenn der Umbau gelingt.
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