Um den unstillbaren Hunger nach KI-Chips zu bedienen, schmiedet der weltgrößte Auftragsfertiger eine neue Allianz. TSMC verzahnt seine wichtigsten Produktionsstandorte in Taiwan, den USA und Japan nun strategisch eng miteinander. Ziel ist es, die enormen Infrastruktur- und Logistikanforderungen der im Bau befindlichen Fertigungsanlagen über Kontinente hinweg zu sichern.

Das Mega-Projekt in Arizona

Die drei Hauptregionen stimmen derzeit ihre Industrie- und Wirtschaftspolitik ab, um Produktionspläne und Technologiestandards zu synchronisieren. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Vereinigten Staaten. In Phoenix, Arizona, plant das Unternehmen Investitionen von insgesamt 165 Milliarden US-Dollar. Während die erste Ausbaustufe sechs Fabriken umfasst, deuten Marktberichte mittlerweile auf eine Erweiterung auf bis zu zwölf Anlagen hin.

Bereits Ende 2024 lief in der ersten US-Fabrik die Massenproduktion im 4-Nanometer-Verfahren an. Nun drückt der Konzern beim Bau der zweiten und dritten Anlage aufs Tempo. Dort sollen künftig 3- und 2-Nanometer-Chips sowie der neue A16-Prozess lokal gefertigt werden.

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Ausbau in Asien und neue Kapazitäten

Auch in Asien treibt der Konzern seine Kapazitätserweiterungen voran. In Japan produziert die erste Spezialfabrik in Kumamoto bereits in großen Mengen, während eine zweite Anlage hinsichtlich der lokalen Infrastruktur geprüft wird. Auf dem Heimatmarkt in Taiwan startete im vierten Quartal 2025 die Massenfertigung der hochmodernen 2-Nanometer-Chips in Kaohsiung und Hsinchu.

Parallel zum klassischen Chipbau baut der Fertiger seine Kapazitäten im Bereich Advanced Packaging massiv aus. Die sogenannte "3DFabric"-Plattform, welche die Chip-on-Wafer-on-Substrate-Technologie (CoWoS) nutzt, soll den akuten Mangel an KI-Beschleunigern lindern. Für eine neue Anlage in Chiayi läuft bereits die Gerätebeschaffung; die Fertigstellung wird für Ende 2026 erwartet.

Geopolitik trifft auf KI-Nachfrage

Kurzfristig sorgen externe Faktoren für Gegenwind. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Energie- und Logistikkosten der Halbleiterindustrie in die Höhe. Dies spiegelt sich auch in der aktuellen Kursentwicklung wider: Die Aktie gab heute um 3,17 Prozent auf 275,00 Euro nach, womit das Plus seit Jahresbeginn auf magere 0,73 Prozent zusammenschmilzt.

Langfristig bleibt die fundamentale Ausgangslage jedoch robust. Analysten betonen, dass die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern und KI-Grafikprozessoren das verfügbare Angebot der Gießerei weiterhin deutlich übersteigt. Mit dem Ziel, innerhalb des nächsten Jahrzehnts rund 30 Prozent seiner modernsten Kapazitäten in den USA anzusiedeln, verringert der Konzern schrittweise seine geografische Abhängigkeit von Taiwan. Die anstehenden Projekte großer Technologiekonzerne im Bereich der künstlichen Intelligenz zementieren dabei die Rolle des Unternehmens als unverzichtbarer Knotenpunkt der globalen Halbleiter-Lieferkette.

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