TotalEnergies Aktie: Atomstrom für die Raffinerie
Noch im Juni 2025 lehnte TotalEnergies-Chef Patrick Pouyanné solche Verträge ab — zu groß erschienen ihm die Risiken der Kernkraftproduktion. Neun Monate später unterzeichnete er genau einen davon. Die Partnerschaft mit EDF markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende.
Der am 27. März geschlossene Nuclear Production Allocation Contract läuft zwölf Jahre und tritt Anfang 2028 in Kraft. EDF stellt TotalEnergies eine feste Leistungsquote aus seinem Kernkraftwerkspark bereit — rund 400 Megawatt, genug um etwa 60 Prozent des Strombedarfs der französischen Raffinerie- und Chemiestandorte zu decken. Pouyanné bezeichnet das Abkommen als "Win-Win": TotalEnergies sichert sich langfristig wettbewerbsfähigen, kohlenstoffarmen Strom, EDF teilt das Risiko schwankender Produktionsmengen.
LNG-Projekt in Texas liegt im Plan
Unabhängig von der Nuklearvereinbarung lieferten zwei Analysehäuser frische Einschätzungen nach einem Besuch des LNG-Projekts „Rio Grande" in Texas. Barclays-Analystin Lydia Rainforth hob hervor, dass die Großanlage — eine der bedeutendsten derzeit im Bau befindlichen LNG-Stätten weltweit — dem Zeitplan voraus liegt. Barclays bleibt bei „Overweight" mit einem Kursziel von 94 Euro. Jefferies bestätigte das „Buy"-Rating mit 78 Euro Kursziel und verwies darauf, dass gedrosselte Fördermengen in Katar und den VAE infolge der geopolitischen Lage bislang kaum operative Auswirkungen zeigen.
Klimaberichte und NGO-Kritik
Zeitgleich reichte TotalEnergies sein Universal Registration Document 2025 bei der französischen Finanzmarktaufsicht AMF sowie das Form 20-F bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Beide Dokumente enthalten den vollständigen Jahresfinanzbericht 2025 inklusive Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Der ebenfalls am Freitag veröffentlichte „Sustainability & Climate 2026 Progress Report" löste Kritik von NGOs aus. Der Konzern hatte angekündigt, seine Klimaziele neu bewerten zu müssen, da CO2-Neutralität bis 2050 ohne klare politische Rahmenbedingungen kaum erreichbar sei. Die Debatte dürfte die Aktie begleiten, die sich in den vergangenen 30 Tagen mit einem Plus von rund 16 Prozent deutlich erholt hat und knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch bei 78,55 Euro notiert.
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