Der französische Energiekonzern TotalEnergies vollzieht auf dem US-Markt eine bemerkenswerte Kehrtwende. Statt den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, beendet das Unternehmen sein Engagement im amerikanischen Offshore-Windsektor komplett. Die freigewordenen Mittel fließen nun direkt in den Ausbau der fossilen Infrastruktur.

Rückgabe der Lizenzen spült Millionen in die Kasse

Durch eine weitreichende Vereinbarung mit dem US-Innenministerium gibt TotalEnergies zwei erst 2022 erworbene Pachtverträge vor den Küsten von North Carolina, New York und New Jersey zurück. Die ursprünglich geplanten Windparks hätten ab 2029 eine Kapazität von vier Gigawatt liefern sollen. Im Gegenzug erhält der Konzern die gezahlten Pachtgebühren von rund 928 Millionen US-Dollar vollständig zurück. Mit diesem Schritt verpflichtet sich das Unternehmen zudem, keine neuen Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten mehr zu initiieren.

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Das Management unter CEO Patrick Pouyanné begründet den Rückzug mit streng wirtschaftlichen Erwägungen. Die Entwicklungskosten für Offshore-Windparks in den USA seien im Vergleich zu europäischen Projekten schlichtweg zu hoch und würden die Erschwinglichkeit von Strom belasten. An der Börse wird dieser strikte Fokus auf Kapitaleffizienz und Profitabilität offenbar honoriert. Die Aktie notiert mit einem aktuellen Kurs von 76,11 Euro nur hauchdünn unter ihrem 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein starkes Plus von 34,76 Prozent.

Fokus auf Rechenzentren und Europa-Exporte

Das zurückerhaltene Kapital lässt TotalEnergies nicht ruhen, sondern investiert es im laufenden Jahr umgehend in konventionelle Energieträger. Der Fokus liegt dabei auf der Erweiterung der Rio Grande LNG-Anlage in Texas sowie der Öl- und Schiefergasförderung im Golf von Mexiko. Damit positioniert sich das Unternehmen strategisch, um den stark wachsenden Energiebedarf amerikanischer Rechenzentren zu bedienen und gleichzeitig den Flüssiggasexport nach Europa abzusichern.

Diese Neuausrichtung sichert dem Konzern planbare Investitionsmöglichkeiten im fossilen Sektor, stößt politisch aber auf ein geteiltes Echo. Während die US-Regierung den Ausbau der konventionellen Infrastruktur als Beitrag zur nationalen Versorgungssicherheit verbucht, kritisieren Umweltverbände die Rückabwicklung der Windprojekte massiv. Für TotalEnergies bedeutet der Deal eine klare Priorisierung von Rendite über grüne Expansionsziele auf dem nordamerikanischen Kontinent.

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