TKMS will wachsen – und zwar schnell. Der Kieler Marineschiffbauer hat ein Übernahmeangebot für German Naval Yards abgegeben und verhandelt parallel über einen Mega-Auftrag aus Indien. Die Konsolidierung im deutschen Marineschiffbau nimmt Fahrt auf.

Die wichtigsten Fakten:
- TKMS bietet für German Naval Yards Kiel (GNYK)
- Indien-Deal über 8 Milliarden Dollar in finaler Verhandlungsphase
- Norwegen könnte zwei weitere U-Boote bestellen
- Aktienkurs legte seit Jahresbeginn um knapp 20 Prozent zu

Kampf um die Kieler Werft

Das bestätigte Übernahmeangebot für GNYK ist strategisch sinnvoll: Beide Unternehmen teilen sich bereits den Standort Kiel und entstanden aus der Aufspaltung von HDW. GNYK verfügt über Trockendock-Kapazitäten, Hallenflächen und rund 400 erfahrene Mitarbeiter. Die Gespräche laufen, der Ausgang ist offen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Die britische Inocea Group verhandelt ebenfalls über einen Kauf der französischen CMN-Naval-Tochter. Auch NVL, das gerade von Rheinmetall übernommen wird, soll Interesse signalisiert haben.

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Indien als Wachstumsturbo

Noch größer ist das Indien-Geschäft. TKMS und Partner Mazagon Dock Shipbuilders stehen kurz vor dem Abschluss des Projekts 75(I) – sechs U-Boote für rund 8 Milliarden Dollar. Ein Vertragsabschluss während des Indien-Besuchs von Bundeskanzler Merz nächste Woche gilt zwar als unwahrscheinlich, die Aussicht auf den Mega-Auftrag stützt aber die Stimmung.

Weitere Aufträge bahnen sich an: Norwegen will am 27. Januar über zwei zusätzliche U-Boote vom Typ 212CD abstimmen. Dänemark evaluiert neue Fregatten – die deutsche F127-Klasse steht auf der Liste.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch

Bernstein SocGen hob die TKMS Aktie Anfang Januar auf "Market-Perform" mit Kursziel 67 Euro. Die Deutsche Bank empfiehlt weiterhin "Kaufen" und setzt auf 82 Euro. Das Management selbst bleibt verhalten: Für 2026 wird ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 100 und 150 Millionen Euro erwartet.

Die Aufnahme in den MDAX zu Jahresbeginn erhöht die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren. Die Aktie notiert mit 83,10 Euro deutlich unter dem Oktober-Hoch von 91,10 Euro. Am Freitag verzeichnete der Titel ein Plus von 2,66 Prozent. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 25. Februar.

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