thyssenkrupp Marine Systems hat in kurzer Zeit einen Auftragsbestand von über 20 Milliarden Euro aufgebaut – und die Wachstumsprognose für 2026 bereits angehoben. Drei Großprojekte befinden sich gleichzeitig in der Entscheidungsphase. Für ein Unternehmen, das erst seit Oktober 2025 eigenständig börsennotiert ist, ist das eine bemerkenswerte Ausgangslage.

Solide Q1-Zahlen als Fundament

Das erste Quartal 2026 lieferte eine überzeugende operative Basis. Bei stabilen Erlösen von 545 Millionen Euro verbesserte sich die Bruttomarge auf 17 Prozent, nach 15,2 Prozent im Vorquartal. Auch der freie Cashflow war mit plus 33 Millionen Euro positiv.

Auf dieser Grundlage korrigierte das Management die Jahresprognose nach oben: Statt der ursprünglichen Spanne von -1 bis +2 Prozent Umsatzwachstum rechnet TKMS nun mit +2 bis +5 Prozent. Ein Folgeauftrag des norwegischen Parlaments für zwei weitere U-Boote der 212CD-Klasse ist dabei noch nicht eingerechnet – er war nach dem Quartalsende eingegangen und treibt den Auftragsbestand erst im nächsten Quartal auf die 20-Milliarden-Marke.

Kanada, Indien, Deutschland: Drei Entscheidungen stehen an

Das strategisch gewichtigste Projekt ist das kanadische U-Boot-Programm. Zwischen Mai und Juni 2026 entscheidet die Regierung in Ottawa über die Beschaffung von zwölf konventionellen U-Booten – mit einem möglichen Auftragsvolumen von bis zu 37 Milliarden Euro. TKMS bewirbt sich mit der 212CD-Klasse, die für arktische Einsätze ausgelegt ist, und steht dabei nur noch einem Konkurrenten gegenüber: dem südkoreanischen Unternehmen Hanwha Ocean.

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Um die eigene Position zu stärken, setzt TKMS auf lokale Wertschöpfung in Kanada – ein Faktor, der bei staatlichen Rüstungsvergaben häufig den Ausschlag gibt. Anfang März unterzeichnete das Unternehmen ein Teaming Agreement mit dem Trainings- und Simulationsspezialisten CAE, bereits im Februar folgte eine Partnerschaft mit Magellan Aerospace für die lokale Produktion von Schwertorpedos.

Parallel dazu verhandelt TKMS in Indien über ein potenziell noch größeres U-Boot-Abkommen. Die ursprünglich für Ende März geplante Vertragsunterzeichnung verschiebt sich allerdings ins neue Fiskaljahr. Im deutschen F-127-Fregatten-Programm ist TKMS unterdessen der einzige verbliebene Bieter.

Kapazitäten wachsen mit

Um die Auftragspipeline industriell abarbeiten zu können, baut TKMS den Standort Wismar zu einer Hybridanlage für U-Boote und Fregatten aus – die Teilproduktion soll noch Ende 2026 anlaufen. Zugleich übergab das Unternehmen die autonome Unterwasserdrohne „BlueWhale" an die Deutsche Marine: ein 5,5-Tonnen-Fahrzeug, das bis auf 300 Meter tauchen und zwei bis drei Wochen autonom operieren kann.

Die Aktie notiert mit einem Plus von rund 34 Prozent seit Jahresbeginn, liegt aber noch etwa 8 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 100,60 Euro. Am 11. Mai 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen – sie werden zeigen, wie effizient der Rekordauftragsbestand in tatsächliche Umsätze umgewandelt wird. Kurz danach fällt in Kanada die Entscheidung, die den Kurs maßgeblich beeinflussen dürfte.

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