Der Rüstungskonzern thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) positioniert sich für eine der größten Vergabeentscheidungen der maritimen Geschichte. Mit neuen strategischen Partnerschaften in Nordamerika untermauert das Unternehmen seine Ambitionen auf einen gigantischen U-Boot-Auftrag. Reicht diese lokale Vernetzung aus, um den einzigen verbliebenen Konkurrenten auszustechen?

Gestern unterzeichnete TKMS Kooperationsvereinbarungen mit der Dalhousie University und der University of British Columbia. Dieser Schritt ist Teil einer gezielten Lokalisierungsstrategie in Kanada. Bei der anstehenden Vergabe von zwölf konventionellen U-Booten mit einem Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro spielt die inländische Wertschöpfung eine entscheidende Rolle. Durch die Einbindung lokaler Forschungseinrichtungen und früherer Partner wie dem Technologiekonzern CAE will sich TKMS einen strukturellen Vorteil gegenüber dem südkoreanischen Mitbewerber Hanwha Ocean verschaffen. Die finale Entscheidung der kanadischen Regierung fällt voraussichtlich zwischen Mai und Juni dieses Jahres.

Operative Stärke stützt Expansionskurs

Operativ liefert das erst im vergangenen Oktober abgespaltene Unternehmen derzeit starke Argumente für seine globale Expansion. Zum Ende des ersten Quartals meldete TKMS einen Rekord-Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro und hob gleichzeitig die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent an. Ein positiver freier Cashflow und verbesserte Margen untermauern diese Entwicklung.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?

Diese solide fundamentale Basis spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von beachtlichen 37,69 Prozent und ging gestern bei 95,35 Euro aus dem Handel.

Weitere Großprojekte in der Warteschleife

Neben dem kanadischen Mega-Projekt treibt der U-Boot-Bauer weitere lukrative Vorhaben voran. In Indien sind die Kostenverhandlungen für sechs Diesel-Elektro-U-Boote im Wert von rund acht bis neun Milliarden US-Dollar bereits abgeschlossen. Hier ist TKMS als einziger Bieter verblieben. Die endgültige Vertragsunterzeichnung durch die indische Regierung steht im neuen Fiskaljahr an.

Auch beim deutschen Fregatten-Programm F-127 steht das Unternehmen als alleiniger Bewerber aussichtsreich im Rennen. Zur Bewältigung dieses potenziellen Auftragsvolumens baut der Konzern derzeit den Standort Wismar zu einer Hybridanlage um, deren Teilproduktion Ende 2026 anlaufen soll.

Die kommenden Monate sind für die langfristige Ausrichtung des Rüstungskonzerns maßgeblich. Ein Zuschlag in Kanada oder Indien würde die Kapazitätsauslastung der Werften für das nächste Jahrzehnt absichern. Mit der Vorlage der nächsten Quartalszahlen am 11. Mai erhalten Anleger weitere Einblicke in die finanzielle Entwicklung, bevor im Frühsommer die wegweisende Entscheidung aus Nordamerika ansteht.

TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...