Deutschlands größter Marineschiffbauer steht möglicherweise vor dem wichtigsten Abschluss seiner jüngeren Geschichte. Gleich zwei strategische Großereignisse treiben die Aktie von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) auf immer neue Höhen: eine geplante Übernahme am Heimatstandort und ein gigantischer Rüstungsauftrag aus Indien. Ist das der Beginn einer langfristigen Neubewertung des erst im Oktober 2025 börsennotierten Konzerns?

  • Mega-Auftrag: Möglicher U-Boot-Deal mit Indien über acht Milliarden Euro.
  • Konsolidierung: Kaufangebot für Konkurrent German Naval Yards.
  • Kursfeuerwerk: Aktie markiert heute neues Allzeithoch bei 96,55 Euro.

Historische Chance in Indien

Der primäre Treibstoff für die aktuelle Rally liegt in Asien. Berichten zufolge steht TKMS kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrags über die Lieferung von sechs modernen U-Booten an die indische Marine. Das geschätzte Volumen von acht Milliarden Euro würde die Auftragsbücher auf Jahre füllen und die Position des Unternehmens als Weltmarktführer im konventionellen U-Boot-Bau massiv stärken.

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Die politische Flankierung für dieses Geschäft ist bereits unterwegs: Bundeskanzler Friedrich Merz besucht in dieser Woche Indien. Marktbeobachter rechnen fest damit, dass der Deal im Rahmen dieser Reise finalisiert oder zumindest entscheidend vorangetrieben wird. Die geopolitische Komponente – die Stärkung Indiens im Indopazifik – erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses zusätzlich.

Strategische Neuordnung in Kiel

Während in Indien Milliarden winken, räumt der Konzern auch vor der eigenen Haustür auf. Ein bestätigtes, unverbindliches Übernahmeangebot für den Nachbarn German Naval Yards (GNYK) signalisiert den Willen zur Konsolidierung. Durch diesen Schachzug würde TKMS die Kapazitäten am Standort Kiel bündeln und einen lokalen Wettbewerber integrieren.

Diese doppelte Nachrichtenlage entfachte bei den Anlegern regelrechte Euphorie. Nachdem der Kurs bereits am Montag zweistellig zulegte, setzte sich der Aufwärtstrend heute fort. Die Aktie kletterte um weitere 1,95 Prozent und markierte bei 96,55 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Die Performance der letzten 30 Tage summiert sich damit auf beeindruckende 45,96 Prozent.

Das zählt in den nächsten Tagen

Der Fokus liegt nun vollständig auf den diplomatischen Ergebnissen aus Neu-Delhi. Eine offizielle Vertragsunterzeichnung während des Kanzlerbesuchs wäre die fundamentale Bestätigung für den jüngsten Kursanstieg und könnte den Weg Richtung 100-Euro-Marke ebnen. Sollte der Deal hingegen wider Erwarten stocken, drohen aufgrund der hohen Erwartungshaltung deutliche Rücksetzer.

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