Der maritime Rüstungskonzern TKMS hat seine finalen Angebotsunterlagen für das kanadische U-Boot-Programm eingereicht. Der Auftragswert: rund 12 Milliarden US-Dollar allein für den Bau – inklusive Wartung und Betrieb über Jahrzehnte liegt das Gesamtvolumen deutlich darüber. Parallel läuft in Indien ein noch größeres Projekt. Kommt beides, wäre das Wachstum für Jahre gesichert.

Kanada vor Vergabeentscheidung

Sowohl TKMS als auch der südkoreanische Wettbewerber Hanwha Ocean haben ihre Offerten vor dem 2. März eingereicht. Eine Entscheidung könnte bereits im Juni fallen. Die Royal Canadian Navy will 12 neue konventionelle Diesel-U-Boote beschaffen, um die alternde Victoria-Klasse zu ersetzen.

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TKMS bietet den Type 212CD an – eine Weiterentwicklung der bewährten 212A-Klasse mit luftunabhängigem Antrieb. Um die strengen Anforderungen an lokale Wertschöpfung zu erfüllen, hat das Kieler Unternehmen ein Netzwerk kanadischer Partner aufgebaut: Magellan Aerospace soll Torpedos fertigen, Seaspan Shipyards und das Bauunternehmen EllisDon sind ebenso eingebunden. Am 2. März folgten zwei weitere Vereinbarungen mit indigenen Partnern.

Indien: Noch größeres Geschäft

Parallel steht ein zweiter Großauftrag kurz bevor. Die indische Marine hat die Kostenverhandlungen mit TKMS für Project 75 India (P-75I) abgeschlossen. Sechs dieselelektrische U-Boote, Projektwert: etwa 8 bis 9 Milliarden US-Dollar. Bei Vertragsabschluss wäre dies das weltweit teuerste konventionelle U-Boot-Abkommen. Die ursprünglich für Ende März geplante Unterzeichnung verschiebt sich ins neue Fiskaljahr.

Starke Zahlen zur ersten Hauptversammlung

Auf seiner ersten ordentlichen Hauptversammlung seit dem Börsengang präsentierte TKMS solide Kennzahlen. Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal 2025/26 mit 18,7 Milliarden Euro einen Rekordwert. Durch Folgebestellungen aus Norwegen ist er seitdem weiter gestiegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz um 9,3 Prozent auf rund 2,17 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn legte um 35,6 Prozent auf etwa 106 Millionen Euro zu. Für das laufende Jahr plant das Management ein Wachstum von 2 bis 5 Prozent sowie eine bereinigte EBIT-Marge von über 6 Prozent. Mittelfristig strebt TKMS zehn Prozent Wachstum pro Jahr und eine Marge von über 7 Prozent an.

Die erste Dividende ist für 2027 geplant, mit einer angestrebten Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des Jahresergebnisses.

Warum die Aktie anders läuft als Rheinmetall & Co.

Während Konkurrenten wie Rheinmetall oder Renk nach geopolitischen Spannungen zeitweise zweistellig zulegten, bewegte sich die TKMS-Aktie kaum. Der Grund: Als reiner Marineproduzent profitiert das Unternehmen nicht von kurzfristiger Nachfrage nach Luftabwehr oder Raketensystemen. U-Boote und Fregatten durchlaufen mehrjährige Planungs- und Bauzyklen – das macht das Geschäft stabiler, lässt aber kurzfristige Impulse verpuffen.

Die Entscheidungen in Kanada und Indien dürften die weiteren Perspektiven deutlich klarer machen. Hinzu kommen deutsche Fregattenprogramme wie das Projekt MEKO A-200 DEU (F128), für das TKMS kürzlich einen Vorvertrag unterzeichnete. Im F127-Programm ist das Unternehmen der alleinige Bieter. Vergaben in diesem Umfang würden die fundamentale Basis für Jahre festigen.

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