Tilray treibt parallel zwei Stränge voran: In Europa stärkt der Konzern seine pharmazeutische Infrastruktur, in den USA baut er sein Spirituosengeschäft aus. In Deutschland bekam die Tochter CC Pharma nun eine Auszeichnung, während Breckenridge Distillery über einen neuen Vertriebspartner in Illinois wächst. Doch wie viel sagt das über die mittelfristige Entwicklung aus?

Deutschland: Auszeichnung für CC Pharma

Anfang Februar meldete Tilray, dass die in Deutschland ansässige Pharmadistribution CC Pharma als „TOP 100 Innovator“ ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung würdigt die Rolle des Unternehmens in der deutschen Gesundheitsversorgung.

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Wichtig für Tilray: CC Pharma beliefert nach Unternehmensangaben mehr als 13.000 Apotheken und ist damit ein zentraler Baustein für die medizinische Cannabis-Distribution in Europa. Tilray verweist dabei auf die bestehende Infrastruktur und regulatorische Erfahrung, die das Geschäft in einem stark regulierten Umfeld stützen sollen.

USA: Breckenridge erweitert Vertrieb

Zeitgleich meldete Tilray für seine Spirituosenmarke Breckenridge Distillery eine neue Vertriebspartnerschaft. Ziel ist es, die Präsenz in Illinois auszubauen und die Reichweite des Premium-Spirituosenportfolios zu erhöhen.

Damit unterstreicht der Konzern den Plan, neben dem Cannabisgeschäft auch mit etablierten Konsumgütern in den USA zu wachsen – in einem Markt, in dem die bundesweite Cannabis-Legalisierung weiter aussteht.

Die Kerndaten im Überblick:
- CC Pharma: „TOP 100 Innovator“ in Deutschland; Versorgung von über 13.000 Apotheken
- Breckenridge Distillery: neue Distribution zur Expansion in Illinois
- Branchenthema: möglicher regulatorischer Schritt in den USA (Umstufung von Cannabis)

Branche: Blick auf mögliche US-Umstufung

Die Meldungen fallen in eine Phase, in der die Cannabisbranche auf mögliche regulatorische Änderungen in den USA schaut. Hintergrund ist ein laufender administrativer Prüf- und Regelsetzungsprozess, der Cannabis von Schedule I auf Schedule III umstufen könnte. Das würde laut gängiger Einschätzung im Sektor zwar nicht automatisch die Bundesgesetze sofort ändern, könnte aber regulatorische Hürden senken und steuerliche Entlastungen für cannabisnahe Unternehmen ermöglichen.

Tilray positioniert seine Getränkesparte ausdrücklich auch als Weg, Markenpräsenz und Umsatz in den USA aufzubauen, solange es keine bundesweite Legalisierung gibt.

Zuletzt hatte Tilray im Januar Zahlen vorgelegt: Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete das Unternehmen einen Rekord beim Nettoumsatz.

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