Tilray treibt den Ausbau seines Getränke-Geschäfts in den USA und des Medizinalcannabis-Geschäfts in Europa weiter voran. Zwei neue Meldungen unterstreichen diese Richtung: eine zusätzliche Vertriebspartnerschaft für eine Spirituosenmarke und eine Auszeichnung für die deutsche Pharmasparte. Doch wie belastbar sind diese Signale, wenn zugleich ein Segment zuletzt rückläufig war?

  • Neuer Vertriebspartner für Breckenridge Distillery in Illinois
  • CC Pharma in Deutschland als „TOP 100 Innovator“ ausgezeichnet
  • Zuletzt: Rekordumsatz im Q2, aber sinkende Erlöse im Beverage-Segment

Getränke: Mehr Präsenz in Illinois

Die Spirituosenmarke Breckenridge Distillery hat Romano Beverage als neuen Distributionspartner benannt. Romano Beverage soll die landesweite Distribution im US-Bundesstaat Illinois übernehmen. Ziel ist es, die Präsenz der Premium-Spirituose im US-Markt auszubauen.

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Europa: CC Pharma erhält Innovations-Auszeichnung

In Deutschland wurde die europäische Pharma-Distributions-Tochter CC Pharma als „TOP 100 Innovator“ ausgezeichnet. Tilray nutzt diese Einheit als Baustein seiner europäischen Medizinalcannabis-Strategie. CC Pharma greift dafür auf ein Netzwerk von mehr als 13.000 Apotheken in Deutschland zurück, über das Medizinalcannabis und weitere Pharmazeutika vertrieben werden.

Zahlen und Rahmenbedingungen

In seinem letzten Quartalsbericht (Q2 des Geschäftsjahres 2026, veröffentlicht am 8. Januar) meldete Tilray einen Rekord beim Netto-Umsatz von rund 217,5 Mio. US-Dollar. Das internationale Medizinalcannabis-Geschäft wuchs dabei um 36%. Gleichzeitig gingen die Umsätze im Beverage-Segment im selben Zeitraum zurück. Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 beim bereinigten EBITDA bestätigte das Unternehmen und nennt weiter eine Spanne von 62 bis 72 Mio. US-Dollar.

Parallel bleibt das regulatorische Umfeld in den USA ein wichtiger Faktor für den gesamten Cannabis-Sektor. Eine angestoßene Überprüfung der Einstufung von Marihuana als Schedule-I-Substanz läuft weiter und kann sich hinziehen. Änderungen hätten potenziell spürbare Auswirkungen auf cannabisnahe Unternehmen; zusätzlich bewegen sich Regeln und Abstimmungen auf Bundesstaatenebene weiter.

Der nächste konkrete Ankerpunkt bleibt die operative Entwicklung in den kommenden Quartalen – insbesondere, ob Tilray das internationale Medizinalcannabis-Wachstum fortsetzt und den Rückgang im Getränke-Segment stabilisieren kann, während die EBITDA-Jahresprognose von 62 bis 72 Mio. US-Dollar Bestand haben soll.

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