Tilray Aktie: Rekordumsatz, Verlustdruck
Tilray meldet den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte, gleichzeitig verfehlt das Unternehmen die Gewinnerwartungen deutlich und bleibt klar in der Verlustzone. Diese Kombination aus starkem Wachstum und anhaltender Unprofitabilität setzt die Aktie spürbar unter Druck. Entsprechend hat sich der Abwärtstrend der vergangenen Monate noch einmal verschärft.
Kursentwicklung und Marktreaktion
Die Reaktion des Marktes auf den jüngsten Zahlenbericht fällt deutlich aus.
- Die Aktie verlor in den vergangenen vier Wochen rund 30 %
- Auf Zwölf-Monats-Sicht summiert sich das Minus auf etwa 18 %
- Der Kurs notiert unter der 50- und 200-Tage-Linie
- Am Freitag gab die Aktie nochmals um 2,6 % nach
Der Bruch wichtiger gleitender Durchschnitte bestätigt den bestehenden Abwärtstrend und signalisiert, dass das Vertrauen in eine kurzfristige Ergebniserholung derzeit begrenzt ist.
Gespaltene Analystenlandschaft
An der Wall Street zeigt sich ein insgesamt vorsichtiges Bild. Die Einschätzungen reichen von klar positiv bis klar negativ.
Zacks Research hat die Aktie zuletzt von „Hold“ auf „Strong Sell“ herabgestuft. Gleichzeitig fällt das übergreifende Analystenbild differenzierter aus:
- Von neun befragten Analysten vergeben zwei ein „Strong Buy“
- Ein Analyst stuft mit „Buy“ ein
- Sechs Analysten empfehlen „Hold“
In dieser Konsensübersicht tauchen zwar keine offiziellen „Sell“- oder „Strong Sell“-Ratings auf, einzelne Häuser wie Zacks und Weiss Ratings liegen aber mit verkaufsnahen Einschätzungen deutlich kritischer. Insgesamt wird die Wachstumsdynamik zwar anerkannt, die ungelöste Profitabilitätsfrage bleibt jedoch der zentrale Streitpunkt.
Quartalszahlen: Wachstum versus Ergebnis
Auslöser der jüngsten Kursverluste war der Bericht zum zweiten Fiskalquartal vom 8. Januar. Tilray steigerte den Umsatz auf 217,51 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Markterwartungen.
Das Wachstum kam vor allem aus zwei Bereichen:
- Die internationale Cannabis-Sparte legte um 36 % zu
- Das Distributionsgeschäft wuchs um 26 %
Auf der Ergebnisseite zeigte sich jedoch das andere Gesicht der Bilanz: Der Verlust lag bei 0,41 US-Dollar je Aktie und damit deutlich unter den Prognosen der Analysten, die mit einem Minus von 0,14 US-Dollar gerechnet hatten. Trotz Umsatzrekord dominierte damit klar die Enttäuschung über die Ertragslage.
Finanzkennzahlen und Profitabilität
Ein Blick auf die wichtigsten Kennzahlen unterstreicht die strukturellen Herausforderungen. Tilray weist eine negative Eigenkapitalrendite von 6,35 % aus. Die Netto-Marge ist mit –251,69 % tief im roten Bereich.
Positiv fällt ins Gewicht, dass der Nettoverlust im Jahresvergleich von 85,3 auf rund 43,5 Millionen US-Dollar nahezu halbiert wurde und das Unternehmen in eine Nettocash-Position gewechselt ist. Das deutet auf Fortschritte bei Kosten und Effizienz hin, ändert aber nichts daran, dass der Weg zu einer nachhaltigen Profitabilität weiterhin offen ist.
Im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung steht damit die Frage, ob Tilray das aktuelle Umsatzniveau mittelfristig in deutlich bessere Margen und stabile Gewinne übersetzen kann – die jüngste Quartalsbilanz liefert dafür erste Signale einer Verbesserung, aber noch keinen Durchbruch.
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