Thyssenkrupp Aktie: Gewerkschaft blockt
Die Neuordnung der Stahlsparte steht auf der Kippe. Die IG Metall verschärft ihren Kurs gegen den indischen Interessenten Jindal Steel & Power – und fordert harte Garantien. Gleichzeitig sorgt ein Analysten-Upgrade der Wasserstoff-Tochter Nucera für Gegenwind im Handelsverlauf.
Die wichtigsten Punkte:
- IG Metall verlangt weitreichende Standort- und Beschäftigungszusagen von Jindal
- Gewerkschaft warnt vor „Aushöhlung" deutscher Standorte bei Übernahme
- Deutsche Bank stuft Thyssenkrupp Nucera auf „Buy" hoch
- Analysten erwarten Erholung der Auftragslage im Wasserstoff-Sektor
Gewerkschaft macht Druck
Die Arbeitnehmervertreter lassen keinen Zweifel an ihrer Position: Ohne bindende Zusagen zu Investitionen und Arbeitsplätzen werde man einer Partnerschaft oder Übernahme durch den indischen Stahlriesen nicht zustimmen. Die Befürchtung: Ein Einstieg ohne klare Verpflichtungen könnte die deutschen Produktionsstandorte langfristig schwächen.
Diese verhärteten Fronten bringen den Zeitplan der Transaktion ins Wanken. Das Management unter CEO Miguel López hatte die Verselbstständigung der Stahlsparte „Thyssenkrupp Steel Europe" als Kernstück der Konzernrestrukturierung angekündigt. Jindal galt dabei als aussichtsreichster Kandidat, nachdem frühere Konsolidierungsversuche in Europa gescheitert waren.
Nucera-Upgrade als Lichtblick
Auf der anderen Seite bringt die Wasserstoff-Tochter positive Signale. Die Deutsche Bank sieht die Talsohle bei Nucera als durchschritten an und erwartet eine Belebung der Auftragslage für 2026. Da Thyssenkrupp weiterhin Mehrheitseigner des Elektrolyse-Spezialisten ist, profitiert der Konzern direkt von der verbesserten Bewertung.
Nach einem schwachen Jahr 2025, in dem viele globale Wasserstoff-Projekte verzögert wurden, deutet die Einschätzung auf eine mögliche Trendwende hin. Das stützt die Sum-of-the-Parts-Bewertung des Essener Konzerns.
Was kommt als Nächstes
Der Fokus liegt nun auf den kommenden Verhandlungsrunden zwischen Management, Jindal und Arbeitnehmervertretung. Eine Einigung mit der IG Metall ist unumgänglich – betriebsbedingte Kündigungen oder Standortschließungen würden auf massiven politischen Widerstand stoßen. Die offizielle Quartalsbilanz im Februar wird zeigen, wie stark die operative Marge im Stahlgeschäft unter dem aktuellen Preisdruck leidet.
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