Berichte über ein mögliches Scheitern der Verhandlungen mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel & Power haben die Thyssenkrupp-Aktie am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 7,80 Euro gedrückt — ein Minus von über 6 Prozent an einem einzigen Tag. Das ist mehr als ein schlechter Handelstag. Es ist ein Vertrauensverlust.

Wo die Gespräche stocken

Laut Bloomberg konnten sich Thyssenkrupp und Jindal Steel & Power in wesentlichen Punkten bisher nicht einigen. Konkret fehlen finanzielle Zusagen des indischen Partners sowie belastbare Garantien für die Finanzierung der Dekarbonisierung der Stahlproduktion — also der milliardenschweren Umstellung auf wasserstoffbasierte „Grüne Stahl"-Prozesse.

Thyssenkrupp bestätigte zwar offiziell, dass die Gespräche fortgeführt werden. Jindal hingegen ließ eine Stellungnahme unkommentiert. Diese Asymmetrie nährte die Skepsis der Märkte zusätzlich.

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Mehr als ein Verkauf

Der geplante Teilverkauf der Stahlsparte ist kein gewöhnliches Desinvestment. Er ist das Kernstück der Konzernrestrukturierung. Thyssenkrupp will sich von kapitalintensiven Geschäftsfeldern trennen und sich als spezialisierter Industriegüterkonzern neu aufstellen. Ohne einen externen Partner für den Stahlbereich bleibt die Bilanzbelastung durch die laufende Transformation schwer zu tragen.

Alternativen — eine vollständige Verselbstständigung oder die Suche nach neuen Investoren — gelten als langwierig. Das setzt das Management unter Zeitdruck.

Als relativer Lichtblick im Portfolio gilt die Marinesparte TKMS, die nach ihrer rechtlichen Verselbstständigung als möglicher Kandidat für strategische Partnerschaften oder einen Börsengang gehandelt wird. Den Kurs bewegt das derzeit kaum: Mit einem Minus von rund 37 Prozent allein in den vergangenen 30 Tagen zeigt die Aktie, wie eng die Marktbewertung des Gesamtkonzerns am Schicksal der Stahltransaktion hängt.

Ob die Verhandlungen mit Jindal noch zu retten sind oder ob Thyssenkrupp einen neuen Plan für die Stahlsparte vorlegen muss, dürfte die entscheidende Frage der kommenden Wochen sein — und der Haupttreiber für den weiteren Kursverlauf.

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