Tesla Aktie: Zwischen Verkaufstal und Festungsbau USA
Die Nachrichtenlage rund um den Elektroauto-Pionier Tesla gestaltet sich derzeit wie eine Achterbahnfahrt. Während die Absatzzahlen in Europa weiterhin Sorgenfalten auf die Stirn der Anleger treiben und juristische Hürden für zukünftige Projekte auftauchen, scheint das Unternehmen in den USA strategisch eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit aufzubauen. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein komplexes Bild.
Verkaufsflaute in Europa – Kommt jetzt die Rabattschlacht?
Es ist kein Geheimnis mehr: Die Verkaufszahlen von Tesla in Europa zeigen nach unten. Bereits im ersten Quartal musste ein deutlicher Dämpfer bei den E-Autoverkäufen hingenommen werden, und dieser Trend scheint sich auch im April fortgesetzt zu haben. Weltweit meldete das Unternehmen für das abgelaufene Auftaktquartal ein Absatzminus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insbesondere in Europa ging es dabei spürbar bergab.
Als Reaktion auf diesen Gegenwind versucht Tesla nun offenbar, mit neuen Sonderkonditionen gegenzusteuern. Zumindest in Deutschland wurden frische, besonders günstige Leasing- und Finanzierungsangebote für die überarbeiteten Volumenmodelle Model Y und Model 3 aufgelegt. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Verkauf wieder nachhaltig anzukurbeln? Das dürfte spannend werden.
"Robotaxi" – Mehr als nur ein Name?
Ein weiterer Dämpfer kam kürzlich aus einer unerwarteten Ecke: Das US-Patent- und Markenamt verweigerte Tesla den Markenschutz für den Begriff "Robotaxi" in Bezug auf seine Fahrzeuge. Die Begründung: zu generisch. Ein kleiner, aber feiner Rückschlag, bedenkt man die Bedeutung dieses Zukunftsprojekts für die Vision von Elon Musk. Immerhin ist ein weiterer Antrag für die Marke "Robotaxi", der sich auf den kommenden Mitfahrdienst bezieht, noch in der Prüfung. Tesla hat nun drei Monate Zeit, um auf die Entscheidung zu reagieren, ansonsten wird der erste Antrag endgültig ad acta gelegt.
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Auch die Anmeldungen für den Markennamen "Cybercab" liegen derzeit auf Eis, da andere Unternehmen ähnliche "Cyber"-Marken verfolgen. Trotz dieser namensrechtlichen Stolpersteine hält Tesla nach eigenen Angaben an seinem Plan fest, bis Juni einen autonomen Fahrdienst gegen Bezahlung in Austin, Texas, zu starten. Die Frage bleibt: Wie wichtig sind am Ende die Namen, wenn die Technologie funktioniert?
Made in USA: Teslas Trutzburg gegen Handelsstürme
Während an einigen Fronten gekämpft wird, scheint Tesla in den USA eine bemerkenswerte strategische Positionierung gelungen zu sein. Angesichts neuer US-Einfuhrzölle von 25 Prozent auf Fahrzeuge seit Anfang April und Zöllen auf bestimmte Autoteile seit Anfang Mai, könnte sich Teslas Fokus auf heimische Produktion als goldrichtig erweisen.
Das Unternehmen meldete bereits für das erste Quartal, dass die Auslieferungen des Model 3 und Model Y in den USA nun zu 100 Prozent mit in den Vereinigten Staaten hergestellten Batteriepacks erfolgen. Die Gigafactory in Nevada erreichte hierfür eine Rekordproduktion. Diese Strategie, wichtige Komponenten aus mindestens zwei Herkunftsländern beziehen zu können und die Produktion von Batteriematerialien zunehmend in die USA zu verlagern – etwa durch neue Anlagen zur Lithiumraffination und Kathodenproduktion, die noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen sollen – zahlt sich nun aus.
Es wird berichtet, dass alle in den USA verkauften Teslas auch dort hergestellt werden. Eine Analyse von Bernstein vom März soll ergeben haben, dass rund 61 Prozent der Bauteile der in den USA verkauften Wagen ebenfalls aus den Vereinigten Staaten stammen. Nur etwa drei Prozent der Teile werden demnach aus China importiert. Diese weitgehend inländische Produktion und Lieferkette schützt das Unternehmen nun zumindest teilweise vor Zusatzkosten durch die neuen Zölle und sichert die Versorgung. Diese Entwicklung ist kein Schnellschuss, sondern das Ergebnis einer langfristigen Strategie, die bereits vor der Corona-Pandemie ihren Anfang nahm und danach noch beschleunigt wurde – nicht nur zur Risikominimierung, sondern auch zur Kostenoptimierung.
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