Die Tesla-Aktie ist holprig in das Jahr 2026 gestartet und hat seit Ende Dezember rund 13 Prozent an Wert eingebüßt. Während das operative Geschäft in China neue Rekorde feiert, sorgt CEO Elon Musk erneut für Unsicherheit bei den Anlegern: Die Zeitpläne für das autonome Fahren wurden deutlich revidiert. Damit rückt das Versprechen vom unüberwachten Robotaxi wieder ein Stück in die Ferne, was Zweifel an der kurzfristigen Umsetzung der ambitionierten KI-Strategie weckt.

Verschobene Ziele beim autonomen Fahren

Der Hauptgrund für die aktuelle Zurückhaltung der Investoren ist eine signifikante Änderung der Zielvorgaben. Elon Musk erklärte am 8. Januar, dass Tesla nun etwa zehn Milliarden Meilen an Fahrdaten benötige, um ein „sicheres, unüberwachtes autonomes Fahren“ (FSD) zu gewährleisten. Zuvor lag diese kommunizierte Schwelle bei sechs Milliarden Meilen.

Da Tesla aktuell bei etwa sieben Milliarden Meilen steht, kalkulieren Analysten nun damit, dass die neue Marke erst gegen Juli 2026 erreicht wird. Hinzu kommen anschließende Validierungsphasen und regulatorische Genehmigungen. Dieser neue Zeitplan steht in scharfem Kontrast zu Musks Aussagen aus dem Dezember 2025, wonach unüberwachte Robotaxis in Austin noch vor dem Jahreswechsel hätten starten sollen. Stattdessen gab es lediglich überwachte Testfahrten, was am Markt als Verfehlung der selbstgesteckten Ziele gewertet wird.

Lichtblick aus Shanghai

Operativ gibt es hingegen positive Nachrichten aus dem wichtigsten Produktionsstandort. Die Gigafactory in Shanghai feierte heute die Produktion der fünfmillionsten elektrischen Antriebseinheit. Das Werk erwies sich im abgelaufenen Jahr als Rückgrat des Konzerns und war für 52 Prozent der weltweiten Auslieferungen verantwortlich.

Besonders der Dezember 2025 stach hervor: Mit über 97.100 ausgelieferten Fahrzeugen verzeichnete das Werk einen neuen Monatsrekord. Auch der Absatz im chinesischen Markt legte im Jahresvergleich um rund 13 Prozent zu. Diese Zahlen stützen den Kurs und verhindern einen stärkeren Abverkauf aufgrund der FSD-Verzögerungen.

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Analysten uneins wie selten zuvor

Die Diskrepanz zwischen starker Produktion und verzögerter KI-Technologie spaltet die Expertenmeinungen extrem. Bullishe Analysten wie Dan Ives von Wedbush halten an Kurszielen von 600 US-Dollar fest und sehen die aktuellen Auslieferungen als „Schritt in die richtige Richtung“. Auch Pierre Ferragu von New Street Research sieht in Tesla weiterhin den unangefochtenen Technologieführer.

Auf der Gegenseite warnen Kritiker wie Gordon Johnson vor fundamentalen Risiken. Trotz einer leichten Anhebung seines Kursziels auf gut 25 US-Dollar sieht er die Aktie, die aktuell bei rund 435,80 US-Dollar notiert, als massiv überbewertet an und verweist auf eine abflachende Nachfrage.

Der jüngste Kursrücksetzer unter die Marke von 440 US-Dollar hat zudem die Volatilität erhöht. Am Optionsmarkt zeigt sich eine starke Aktivität, wobei Händler ihre Risikoprämien neu bewerten.

Blick auf die Quartalszahlen

Der nächste entscheidende Termin ist der 28. Januar, wenn Tesla seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegt. Investoren werden dabei genau prüfen, wie sich die Margen nach den verfehlten Auslieferungszielen entwickelt haben. Zudem stehen konkrete Updates zum Produktionsstart des „Cybercab“, der für April oder Mai 2026 erwartet wird, im Mittelpunkt des Interesses.

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