Tesla steht zum Jahresauftakt 2026 unter erheblichem Druck. Neben enttäuschenden Auslieferungszahlen sorgt nun ausgerechnet KI-Gigant Nvidia für Unruhe im Lager der Musk-Anhänger. Während auf der CES neue Konkurrenztechnologie für das autonome Fahren präsentiert wurde, driften die Expertenmeinungen extrem auseinander: Ist die Bewertung des E-Auto-Pioniers noch zu rechtfertigen oder droht eine deutliche Korrektur?

Die Bedrohung durch "Alpamayo"

Auslöser der jüngsten Volatilität war der Auftritt von Nvidia auf der CES 2026. Mit der Vorstellung der "Alpamayo"-Plattform zielt der Chip-Hersteller direkt auf Teslas Kernfantasie ab: das autonome Fahren. Die neue Plattform soll etablierten Autoherstellern eine schlüsselfertige Lösung bieten, um mit Teslas "Full Self-Driving" (FSD) zu konkurrieren.

Anleger reagierten zunächst nervös, da Nvidia droht, Teslas technologischen Burggraben im Robotaxi-Sektor zu schmälern. Die Aktie konnte sich nach dem anfänglichen Rücksetzer jedoch stabilisieren, da Marktteilnehmer die unmittelbare Gefahr neu bewerteten. Bullische Stimmen argumentieren, dass Tesla durch seine riesige Flotte, die reale Daten für das Training neuronaler Netze sammelt, weiterhin einen entscheidenden Vorteil besitzt, den reine Hardware-Lieferanten nicht sofort kopieren können.

Extreme Bewertungen: 25 oder 600 Dollar?

Die Unsicherheit im Markt spiegelt sich in einer selten gesehenen Diskrepanz bei den Analysteneinschätzungen wider. GLJ Research bekräftigte seine Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von lediglich 25,28 US-Dollar. Die Begründung: Das Kerngeschäft mit Automobilen, das immer noch über 70 Prozent des Umsatzes ausmacht, schrumpft, was die aktuelle Bewertung völlig abgekoppelt von der Realität erscheinen lässt.

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Ein gänzlich anderes Bild zeichnet New Street Research mit einem Kursziel von 600 US-Dollar. Analyst Pierre Ferragu sieht in den Ankündigungen der Konkurrenz eine Bestätigung der Tesla-Strategie. Er setzt darauf, dass Tesla beim autonomen Fahren einen Vorsprung von mehreren Jahren hält und mit dem Hochlauf des "Cybercab" Ende 2026 in neue Bewertungssphären vorstoßen könnte. Morningstar mahnt dagegen zur Vorsicht und sieht den fairen Wert bei 300 US-Dollar, was ein erhebliches Rückschlagspotenzial impliziert.

Realitätscheck bei den Absatzzahlen

Hinter den Zukunftsvisionen steht eine ernüchternde operative Realität. Der jüngste Quartalsbericht vom 2. Januar offenbarte einen Rückgang der Auslieferungen im vierten Quartal um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 418.000 Fahrzeuge. Auch auf Jahressicht 2025 verzeichnete Tesla ein Minus von 8,5 Prozent.

Verantwortlich hierfür sind unter anderem das Auslaufen von Steuergutschriften in den USA sowie der verschärfte Preiskampf in China und Europa. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf CEO Elon Musk massiv: Da die Wachstumsstory im klassischen Autogeschäft pausiert, muss der Schwenk hin zu KI und Robotik zwingend gelingen, um das hohe Kursniveau zu rechtfertigen.

Der nächste entscheidende Termin ist der 28. Januar 2026, wenn Tesla seine detaillierten Quartalszahlen vorlegt. Anleger erwarten dann konkrete Aussagen zu den Margen und einen verlässlichen Zeitplan für die Cybercab-Produktion, um die charttechnisch wichtige Marke von 430 US-Dollar nachhaltig verteidigen zu können.

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