Tesla Aktie: Historischer Einbruch belastet
Für Tesla-Aktionäre beginnt das Jahr 2026 ungemütlich. Nach dem schlechtesten Auslieferungsjahr der Unternehmensgeschichte wachsen die Zweifel an der einstigen Wachstumsstory des E-Auto-Pioniers. Während die Konkurrenz aus China vorbeizieht und Marktanteile erobert, reagieren erste Analysten nun mit Kurszielsenkungen auf die enttäuschende Entwicklung, was die Aktie am Dienstag weiter unter Druck setzte.
Absatzschwäche drückt die Stimmung
Auslöser für den jüngsten Kursrutsch von über 4 Prozent war eine Analyse von President Capital. Das Investmenthaus senkte sein Kursziel zwar nur leicht auf 517 US-Dollar, doch die Nervosität im Markt sitzt tiefer. Hintergrund sind die am 2. Januar veröffentlichten Produktionszahlen: Tesla verfehlte im vierten Quartal mit knapp 418.000 Fahrzeugen die Erwartungen der Wall Street.
Noch schwerwiegender ist die Jahresbilanz. Mit insgesamt 1,63 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2025 verzeichnete der Konzern einen Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies markiert nicht nur das zweite Verlustjahr in Folge, sondern den schärfsten Absatzschwund in der Geschichte des Unternehmens.
Konkurrenzkampf und regionale Probleme
Die Zahlen bestätigen, was viele Marktbeobachter befürchtet hatten: Tesla hat seine Position als weltgrößter E-Auto-Hersteller an BYD verloren. Der chinesische Rivale setzte im vergangenen Jahr 2,26 Millionen Elektrofahrzeuge ab und profitiert von einer breiten Modellpalette im günstigeren Preissegment.
Besonders in den Schlüsselmärkten bröckelt Teslas Dominanz:
* China: Erstmals überhaupt gingen die Inlandsverkäufe im Jahresvergleich zurück (minus 6 Prozent). Um gegenzusteuern, bietet Tesla inzwischen Null-Prozent-Finanzierungen für Model 3 und Model Y an.
* Europa: In Großbritannien brachen die Neuzulassungen im Dezember um 29 Prozent ein, während BYD dort massive Zuwächse verzeichnete. Auch in den Niederlanden sanken die Registrierungen deutlich.
Hohe Bewertung trifft auf Insider-Verkäufe
Trotz der operativen Gegenwinde bleibt die Tesla-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 290 extrem ambitioniert bewertet – der höchste Wert unter den Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar. Diese Diskrepanz zwischen Bewertung und Realität scheint auch intern für Vorsicht zu sorgen: Zuletzt trennten sich sowohl CFO Vaibhav Taneja als auch Director Kimbal Musk von Aktienpaketen im Wert von über einer Million US-Dollar.
Die Analystengemeinde ist derweil gespalten. Die Kursziele klaffen weit auseinander und reichen von 247 US-Dollar (UBS, Verkaufs-Rating) bis zu optimistischen 600 US-Dollar. Das durchschnittliche Konsens-Rating lautet derzeit lediglich "Halten".
Blick auf die Quartalszahlen
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den 28. Januar 2026, wenn Tesla nach Börsenschluss seine detaillierten Finanzergebnisse vorlegt. Analysten rechnen mit einem Gewinnrückgang von rund 39 Prozent pro Aktie. Neben den schwächelnden Autoverkäufen dürfte vor allem die Energiesparte im Fokus stehen, die mit einem Rekordwachstum von 14,2 GWh im vierten Quartal derzeit den einzigen Lichtblick bietet. Zudem erwarten Anleger konkrete Updates zum "Cybercab" und dem humanoiden Roboter Optimus, da die Massenproduktion des Robotaxis erst für Ende 2026 in Aussicht gestellt wurde.
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