Es ist eine Zäsur für den E-Auto-Pionier: Tesla meldet für 2025 den größten Absatzrückgang der Unternehmensgeschichte und muss die Krone als weltgrößter Hersteller von Elektrofahrzeugen an den chinesischen Rivalen BYD abtreten. Während die nackten Verkaufszahlen enttäuschen und wichtige Förderungen wegfallen, spaltet sich die Wall Street in zwei Lager: Zählt noch das Kerngeschäft mit Autos oder nur noch die Wette auf künstliche Intelligenz?

Die Gründe für die Talfahrt

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 418.227 ausgelieferten Fahrzeugen im vierten Quartal verfehlte Tesla sowohl die internen Ziele als auch die Analystenschätzungen. Auf Jahressicht sanken die Verkäufe um 8,5 Prozent auf 1,64 Millionen Fahrzeuge. Verantwortlich für diesen Einbruch waren primär zwei Faktoren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?

Zum einen machte sich das Auslaufen der US-Steuergutschrift von 7.500 Dollar Ende September 2025 bemerkbar. Viele Käufe wurden in das dritte Quartal vorgezogen, was nun im Schlussquartal für eine Lücke sorgte. Zum anderen verliert Tesla in Europa massiv an Boden. Der Marktanteil schrumpfte dort von 2,4 auf 1,7 Prozent, da preisbewusste Käufer vermehrt zu günstigeren Alternativen greifen. Der BYD Dolphin Surf ist beispielsweise für rund 26.900 Dollar erhältlich und unterbietet das Tesla Model 3 deutlich.

Lichtblick Energiesparte

Während das Autogeschäft stottert, entwickelt sich die Energiesparte zur wichtigen Stütze. Mit einer Rekord-Installation von 14,2 GWh an Speicherkapazität im vierten Quartal übertraf dieser Bereich die Erwartungen um fast sechs Prozent. Für Analysten wie Dan Ives von Wedbush ist dies ein zentrales Argument der Bullen: Investoren bewerten Tesla zunehmend als Technologie- und KI-Konzern (Robotaxis, Optimus-Roboter) und weniger als reinen Autobauer. Ives hält daher an seinem Kursziel von 600 Dollar fest und bezeichnet die Zahlen als "besser als befürchtet".

Ganz anders sieht dies die UBS. Analyst Joseph Spak warnt vor einer gefährlichen Entkopplung von Aktienkurs und realer Gewinnentwicklung. Obwohl die Gewinnschätzungen für 2025 und 2026 im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert wurden, notiert die Aktie weiterhin auf hohem Niveau – aktuell bei 451,67 USD, nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.

Konkreter Ausblick

Die nächste Bewährungsprobe steht am 28. Januar 2026 an, wenn Tesla die detaillierten Finanzergebnisse für das vierte Quartal vorlegt. Analysten rechnen laut FactSet mit einem Gewinnrückgang je Aktie von rund 40 Prozent. Für Anleger wird entscheidend sein, ob CEO Elon Musk konkrete Fortschritte bei der Kommerzialisierung der Robotaxis vorweisen kann, deren Tests derzeit in Austin laufen. Ohne greifbare Erfolge bei der KI-Strategie dürfte es schwer werden, die hohe Bewertung bei sinkenden Autoverkäufen zu rechtfertigen.

Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...