Tesla stellt die Börsenlogik derzeit auf den Kopf. Während die operativen Auslieferungszahlen deutlich enttäuschen und der chinesische Rivale BYD endgültig vorbeizieht, klettert die Aktie unaufhaltsam weiter. Anleger ignorieren die fundamentalen Warnsignale und setzen stattdessen voll auf eine politische Karte: Die Allianz zwischen Elon Musk und Donald Trump.

Politik schlägt Realität

Der jüngste Kursanstieg auf über 454 US-Dollar ist weniger operativen Erfolgen, sondern vielmehr politischer Fantasie geschuldet. Nach Berichten über ein Abendessen zwischen CEO Elon Musk und Präsident Trump in Mar-a-Lago spekuliert der Markt auf massive Vorteile für den Autobauer. Die Hoffnung der Investoren ruht auf günstigeren Regulierungen für autonomes Fahren oder protektionistischen Zöllen gegen die chinesische Konkurrenz. Dieser "Trump-Aufschlag" entkoppelt die Bewertung aktuell fast vollständig von den schwachen Verkaufsdaten und trieb die Aktie seit Jahresanfang bereits um über 3 Prozent nach oben.

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Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Denn operativ sieht es düster aus. Im vierten Quartal 2025 brachen die Auslieferungen um 16 Prozent auf gut 418.000 Fahrzeuge ein – ein klarer Fehlbetrag gegenüber den Analystenschätzungen. Auch das Gesamtjahr 2025 markiert mit einem Minus von 8,6 Prozent das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Absätzen.

Besonders schmerzhaft ist der Verlust der Marktführerschaft. Der Titel des weltgrößten Herstellers von batterieelektrischen Fahrzeugen geht nun offiziell an BYD. Während Tesla schrumpfte, verzeichnete der chinesische Konkurrent im gleichen Zeitraum ein beeindruckendes Wachstum von 28 Prozent auf 2,26 Millionen Fahrzeuge.

Bewertung am Limit

Diese Diskrepanz zwischen Kursfeuerwerk und Geschäftsverlauf treibt die Bewertung in extreme Höhen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Bereich von 300 erscheint das Papier vielen Experten als massiv überteuert. Zwar reagierte Goldman Sachs auf die Gemengelage mit einer Anhebung des Kursziels auf 420 US-Dollar, doch selbst dieser optimistische Wert liegt mittlerweile deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.

Für Anleger bleibt die Wette hochriskant. Der Markt preist derzeit eine Zukunft voller Robotaxis und KI-Dominanz im Jahr 2026 ein und blendet die reale Nachfrageschwäche von 2025 fast vollständig aus. Ob die politische Nähe zum Weißen Haus die operativen Rückgänge im Kerngeschäft langfristig kompensieren kann, wird sich in den kommenden Quartalen beweisen müssen.

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