Schwere Zeiten erlebt derzeit auch der US-Konzern Tesla. Die Notierungen sind allerdings aktuell sogar in vergleichsweise guter Verfassung. Nur heute ging es einmal um -2,3 % abwärts. Die Notierungen kommen dabei auf einen Kurs von 344,73 Euro. Damit ist Tesla allerdings noch rund 2,96 % oberhalb des GD200 fixiert. Das heißt: Der formale Aufwärtstrend ist für die Amerikaner noch immer intakt.

Das sind die guten Nachrichten. Dennoch sieht es nicht allzu rosig aus, wenn die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu analysieren sind. Die politische Lage im Nahen Osten wirkt inzwischen bis in die Produktionshallen von Tesla in Brandenburg. Die Eskalation der Iran-Krise beeinträchtigt zentrale Handelsrouten im internationalen Seeverkehr und stellt damit auch die Exportlogistik des Werks in Grünheide vor erhebliche Herausforderungen.

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Der Standort nahe Berlin gehört zu den wichtigsten Produktionszentren des Konzerns in Europa. Die Fabrik ist auf eine Jahreskapazität von rund 500.000 Fahrzeugen ausgelegt und produziert hauptsächlich das Modell Y für verschiedene internationale Märkte.

Gerade diese Exportströme geraten derzeit ins Stocken. Reedereien meiden zunehmend maritime Schlüsselrouten wie das Rote Meer oder die Straße von Hormus. Infolge dieser Entwicklung verlängern sich Transportwege deutlich, während die Frachtraten im internationalen Seeverkehr steigen.

Kann Tesla diese Krise noch überwinden?

Für Tesla bedeutet das konkrete operative Probleme. Fahrzeuge, die ursprünglich für Märkte im Nahen Osten oder in Teilen Asiens vorgesehen waren, können nicht wie geplant verschifft werden. Teilweise sammeln sich fertige Fahrzeuge auf Logistikflächen rund um das Werk, während alternative Transportlösungen organisiert werden müssen.

Gleichzeitig geraten auch die Zulieferketten unter Druck. Einige Bauteile erreichen den Standort später als vorgesehen, wodurch das in der Automobilindustrie verbreitete Just-in-time-Prinzip stärker belastet wird.

Dabei ist der E-Fahrzeugmarkt ohnehin unter Druck geraten. Die Störungen für die Tesla kommen zur Unzeit. Die Amerikaner setzen z. B. in Europa ohnehin inzwischen weniger ab.

Dabei verändern sich auch andere Einnahmequellen des Unternehmens. Über mehrere Jahre hinweg erzielte Tesla erhebliche Gewinne aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten innerhalb der Europäischen Union. Da der Konzern ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge produziert, weist seine Flotte rechnerisch Emissionen von 0 Gramm CO₂ pro Kilometer auf.

Diese Struktur ermöglichte es Tesla, überschüssige Emissionsrechte an andere Hersteller zu verkaufen. Dies waren schon über 3 Mrd. Dollar an Erlösen. Das Geschäft wird nun indes schmaler. Denn einige Unternehmen wie Toyota machen nicht mehr mit. Tesla ist dennoch aktuell noch immer im (formalen) Aufwärtstrend.

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