Der Schweizer Rückversicherer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die eigenen Ziele deutlich übertroffen. Mit einem massiven Gewinnsprung und milliardenschweren Kapitalrückführungen belohnt der Konzern seine Investoren. Doch reicht diese fundamentale Stärke, um der Aktie im aktuellen Marktumfeld neuen Schwung zu verleihen?

Gewinnsprung dank milder Schadenssaison

Die heute vorgelegten Zahlen für 2025 sprechen eine klare Sprache: Swiss Re steigerte den Konzerngewinn um beachtliche 47 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Damit ließ das Unternehmen die eigene Zielmarke von 4,4 Milliarden US-Dollar spürbar hinter sich. Auch die Eigenkapitalrendite kletterte kräftig von 15,0 auf 19,6 Prozent.

Haupttreiber dieser Entwicklung war das Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft (P&C Re), das seinen Nettogewinn auf 2,8 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelte. Verantwortlich dafür waren unter anderem unerwartet geringe Belastungen durch Naturkatastrophen. Zwar schlugen Ereignisse wie die Waldbrände in Los Angeles und Hurrikan Melissa mit 813 Millionen US-Dollar zu Buche, insgesamt blieb die Schadenslast jedoch unter den Befürchtungen. Lediglich die Sparte Leben & Gesundheit verfehlte mit 1,3 Milliarden US-Dollar nach einer Portfolioüberprüfung ihr Gewinnziel.

Aktionäre profitieren doppelt

Auf Basis der starken Kapitalausstattung lässt das Management die Anleger direkt am Erfolg teilhaben. Der Verwaltungsrat schlägt eine um 9 Prozent erhöhte Dividende von 8,00 US-Dollar je Aktie vor. Flankiert wird dies von einem neuen Aktienrückkaufprogramm, bei dem im laufenden Jahr eigene Papiere im Wert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar erworben werden sollen.

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Zusätzlich plant das Unternehmen einen bemerkenswerten strukturellen Schritt: Um Betriebskosten zu senken und die Effizienz zu steigern, soll die Währung des Aktienkapitals vom Schweizer Franken auf den US-Dollar umgestellt werden.

Trotz dieser herausragenden operativen Nachrichten reagiert der Markt am heutigen Donnerstag verhalten. Mit einem leichten Minus von 0,53 Prozent notiert das Papier bei 141,25 Euro. Damit weist der Titel seit Jahresbeginn weiterhin eine leicht negative Bilanz von minus 1,22 Prozent auf, was zeigt, dass die positiven Zahlen in der aktuellen Kursfindung noch keine durchschlagende Wirkung entfalten.

Klare Vorgaben für das laufende Jahr

Für das Jahr 2026 peilt das Management einen Konzerngewinn von 4,5 Milliarden US-Dollar an, wobei weiterhin strikte Zeichnungsdisziplin im Fokus steht. Die Weichen für die strategischen Neuerungen werden auf der anstehenden Generalversammlung am 10. April gestellt. Dort stimmen die Aktionäre nicht nur über die erhöhte Dividende und die Währungsumstellung ab, sondern entscheiden auch über die Berufung des ehemaligen Hannover-Re-Chefs Jean-Jacques Henchoz in den Verwaltungsrat.

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