Tesla versucht sich am Mittwoch zu stabilisieren. Nach einem Kursrutsch von über 4% am Vortag notiert die Aktie vorbörslich knapp 1% höher bei rund 421 Dollar. Der Rückenwind kommt von ARK Invest – Cathie Woods Investmenthaus verteidigt das Papier mit Nachdruck und verweist auf das langfristige Robotaxi-Potenzial. Gleichzeitig steht das entscheidende Datum fest: Am 28. Januar folgen die Quartalszahlen.

FSD-Abo und die ARK-These

Der strategische Schwenk ist klar: Tesla stellt die Vollautonomiefunktion FSD in den USA ab 14. Februar komplett auf ein Abo-Modell um – 99 Dollar pro Monat, Ziel sind 10 Millionen aktive Nutzer. CEO Elon Musk setzt damit auf wiederkehrende Einnahmen statt Einmalzahlungen.

ARK Invest nutzt die Gelegenheit für eine klare Ansage. Die Analyse des Investmenthauses besagt: Der wahre Wert von Tesla liegt nicht in den FSD-Abos, sondern in der künftigen Robotaxi-Flotte. ARK prognostiziert, dass dieser Geschäftsbereich bis 2029 rund 90% des Unternehmenswerts ausmachen könnte. Noch in diesem Jahr sollen in Austin und der Bay Area erste fahrerlose Robotaxis starten, die Produktion des Cybercab beginnt im zweiten Quartal.

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Parallel dazu hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Tesla eine fünfwöchige Fristverlängerung für laufende Untersuchungen zu FSD-Sicherheitsmängeln gewährt – eine kurze Atempause für das Unternehmen.

Schwache Zahlen vor der Tür

Die Erwartungen an den Quartalsbericht sind gedämpft. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,46 Dollar bei Erlösen von 24,75 Milliarden Dollar – ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal (0,50 Dollar EPS, 28,1 Milliarden Dollar Umsatz). Die bereits veröffentlichten Auslieferungszahlen zeichnen ein klares Bild: Im vierten Quartal lieferte Tesla 418.227 Fahrzeuge aus, ein Minus von 15,6% zum Vorjahr. Für 2025 summieren sich die Auslieferungen auf 1,636 Millionen Einheiten – 8,6% weniger als 2024. Damit hat der chinesische Konkurrent BYD Tesla bei reinen Elektrofahrzeugen überholt.

Die Margen stehen unter Druck. Im dritten Quartal lag die operative Marge bei nur noch 5,8%, verglichen mit 10,8% im Vorjahr. Ob das neue FSD-Abo-Modell die schrumpfenden Hardware-Margen ausgleichen kann, wird sich frühestens in den Zahlen für das erste Halbjahr 2026 zeigen.

Nächste Woche wird entscheidend

Der 28. Januar wird zeigen, ob Tesla die Erwartungen stabilisieren kann. Neben den reinen Zahlen interessiert die Wall Street vor allem der Zeitplan für die regulatorische Freigabe des fahrerlosen Betriebs und Updates zur Optimus-Roboter-Produktion, die im ersten Quartal anlaufen soll. Technisch bewegt sich die Aktie in einem kritischen Bereich um 420 Dollar – hält diese Marke nicht, droht ein Rückfall Richtung 389 Dollar.

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