Tempus AI erlebt aktuell starke Kursausschläge — nicht wegen schwacher Geschäfte, sondern trotz eines Rekord‑Backlogs. Institutionelle Umschichtungen haben zuletzt Verkaufsdruck erzeugt, während das Management an der Rentabilitätsschraube dreht. Kann die solide Auftragspipeline dem Abgabedruck standhalten?

Warum der Kurs fällt

Die jüngste Kurskorrektur steht in engem Zusammenhang mit institutionellen Positionsanpassungen. Berichten zufolge reduzierte ein großer Investor seine Beteiligung um 19,9% und veräußerte rund 2,4 Millionen Aktien. Solche Umschichtungen haben kurzfristig Angebot geschaffen und die technische Stimmung belastet.

Zudem verarbeiten Marktteilnehmer die Erwartung einer moderateren Wachstumsrate für 2026 gegenüber dem starken Jahr 2025. Technische Marken und Momentum spielen damit zusätzliche Rolle bei der aktuellen Volatilität.

Fundamentale Stärken

Trotz des kurzfristigen Gegenwinds bleibt die Geschäftsgrundlage robust:
- 2026 Umsatzprognose: 1,59 Mrd. USD
- Total Contract Value (TCV): >1,1 Mrd. USD (per 31.12.2025)
- Vorläufiger Umsatz 2025: 1,27 Mrd. USD
- Net Revenue Retention 2025: ~126%
- Aktuelle Marktkapitalisierung: 11,62 Mrd. USD

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Das Management strebt bis Ende 2026 ein positives bereinigtes EBITDA von rund 65 Mio. USD an. Treiber sind steigende Testvolumina im Onkologie-Bereich, Preissetzungsmacht bei komplexen Assays (Primärtests >2.200 USD, xT CDx ~4.500 USD) und operative Effekte aus der Integration von Ambry Genetics. Diese Faktoren verbessern die Ertragshebelwirkung und könnten mittelfristig Verkaufsdruck ausgleichen.

Die Aktie schloss am Freitag bei 58,50 € und notiert rund 34% unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch; der 50‑Tage‑Durchschnitt liegt knapp über dem aktuellen Kurs (~59,97 €). Das zeigt: technische Indikatoren spielen aktuell eine gewichtige Rolle.

Ausblick

Entscheidend wird der finale Quartalsbericht für das Q4, der im Februar erwartet wird. Bestätigt Tempus die 2026‑Prognose und den Fahrplan zum positiven EBITDA, dürfte ein Teil des Verkaufsdrucks abnehmen. Weichen die Zahlen hingegen von der Guidance ab oder bleiben operative Synergien aus, könnte die Volatilität anhalten.

Kurzfristig ist die Rückeroberung des 50‑Tage‑Durchschnitts (~60 €) ein wichtiges Signal für eine Stabilisierung. Fundamentale Kennzahlen und die hohe TCV‑Basis sprechen für eine solide mittelfristige Perspektive — ob das reicht, um den aktuellen institutionellen Verkaufsdruck vollständig zu neutralisieren, wird das Februar‑Reporting zeigen.

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